Wurzelchakra

Das erste und unterste Chakra, das Wurzelchakra wird im tantrischen Hinduismus Muladhara genannt. Es bezeichnet ein Energiezentrum des Körpers im Bereich des untersten Abschnittes der Wirbelsäule, des Steißbeines beziehungsweise des Mastdarmes. Die mit diesem Chakra in Resonanz stehende Farbe ist rot. Nach der daoistischen Fünf- Elemente- Lehre wird das Wurzelchakra dem Element Erde zugeordnet. Auch wird in den Lehren interessanterweise eine Verbindung zum Geruchssinn beschrieben.

Bedeutung des Wurzelchakras

Dieses Chakra repräsentiert die Basis für unser Dasein. Es steht generell für die Beziehung des Menschen zur physischen oder materiellen Welt. Hier gibt es den Bezug zu unserer Vitalität, unserer inneren Stärke und auch zum reinen Überlebensinstinkt. Es betrifft die Sicherheit des Menschen, seine Stabilität und seine Erdung. Letztere prägt die Art und Weise, wie er im Leben steht. Dazu gehört auch das tiefe Vertrauen ins Leben und die innere Gewissheit, dass wir immer alles, was wir zum Leben benötigen, auch zur Verfügung haben. Im Wurzelchakra findet man daher den Bezug zu den materiellen Bereichen des Lebens wie Besitz, Beruf, Geld und Karriere. Auch das Zuhause, der Ort an dem wir Schutz, Wärme und Sicherheit finden wollen, ist ein wichtiges Thema dieses Chakras.

Kann die Lebensenergie in diesem ersten Hauptchakra frei und ungehindert fließen, so wird sich der betreffende Mensch völlig angstfrei den vielfältigen Erfahrungen seines Lebens aussetzen. Nur auf diese Weise wird ihm seine spirituelle Weiterentwicklung ermöglicht. Eine Spiritualität ohne sichere Basis kann gar nicht in das Leben hier auf der Erde integriert werden.

Das Wurzelchakra steht für das Urvertrauen, dessen Basis ja schon in der frühen Kindheit gelegt wird oder werden sollte. Es lässt uns fühlen, dass die Welt ein sicherer Ort für uns ist. Eine Störung in diesem Bereich kann zu der Empfindung führen, ein Versager zu sein, selbst wenn dies auf der äußeren Ebene gar nicht zutrifft.

Blockaden im Wurzelchakra

Ein blockiertes Wurzelchakra kann demnach ganz unterschiedliche Krankheiten im Körper verursachen. Diese sind vorrangig Erkrankungen des Dickdarmes, der Milz und des Lymphsystems aber auch solche der Wirbelsäule und da besonders von Kreuz- und Steißbein. Grundsätzlich kann das gesamte Skelett betroffen sein und es kommt zuweilen auch zu verschiedenen Knochenerkrankungen. Dazu kommen Beschwerden der äußeren Geschlechtsorgane, der Zähne, Beschwerden von Beinen und Füßen und der Gelenke. Im Bereich der Extremitäten kann es dann auch zu Arthrose, Rheuma oder Ischiasbeschwerden kommen. Auch Nasen- und Nasennebenhöhlenbeschwerden gehören in den Bereich eines gestörten Wurzelchakras.

Blockierte Lebensenergie und Krankheit

Dem spirituellen Verständnis zur Folge stehen alle Erkrankungen des menschlichen Körpers in enger Verbindung mit dem jeweiligen Bewusstseinszustand des Menschen. Das gilt sowohl für physische als auch für psychische und seelische Leiden. Ängste, Sorgen, Opferrollen, Überzeugungen der eigenen Wert- oder Machtlosigkeit, um nur einige zu nennen, können den Fluss der Lebensenergie stören. Eine gestörte oder gar blockierte Lebensenergie oder Lebenskraft macht sich in der Folge als Krankheit im Körper bemerkbar.

Das wahre Selbst ist ewiges Bewusstsein

Unser inneres, wahres Selbst ist unveränderliches, grenzenloses und ewiges Bewusstsein. Wenn wir uns des eigenen inneren Selbst vollkommen bewusst werden, dann kann es uns mit der Zeit auch gelingen, die Belange unseres Körpers zu überwinden. Dann leben wir nicht mehr in der Abhängigkeit vom welkenden Körper und vom nachlassenden Verstand. Unser Körper, äußere Umstände, die Sicherheit, Gefühle und Gedanken sind alles Formen, die kommen und gehen. Dagegen ist unser Bewusstsein immerwährend vorhanden.

Das Wurzelchakra öffnen

Wenn es uns gelingt, unabhängig von äußeren Erlebnissen und Lebensumständen zu unserer inneren Sicherheit zu gelangen, kann das Wurzelchakra gestärkt und geöffnet werden. Erst so kann sich der Mensch völlig angstfrei dem Fluss des Lebens hingeben. Grundsätzlich stärken hier alle Übungen, die dazu führen, unseren Körper intensiv zu spüren und uns in ihm fest zu verankern. Dann können wir uns auch in uns selbst geborgen fühlen.

Methoden dieses Chakra zu stärken

Eine einfache und wirksame Übung ist beispielsweise, immer wieder die eigenen Füße zu spüren. Auch Yoga, Energiearbeit und Chakra- Meditationen können das jeweilige Chakra stärken und Blockaden auflösen. Die homöopathische Behandlung mit dem exakt passenden Heilmittel, dem sogenannten Simile oder gar Similimum öffnet die Chakren und lässt auch die Lebensenergie wieder frei fließen.

Grundsätzlich können unsere Chakren auch durch solche Substanzen gestärkt werden, die jeweils in Resonanz mit ihnen stehen. Dafür werden Edelsteine, Aromen und Düfte eingesetzt. Auch eine geeignete Ernährung kann sehr hilfreich sein.

Durch den Bezug des Wurzelchakras zur Farbe rot, werden zur Unterstützung dieses Chakras auch vorrangig rote Edelsteine verwendet. Das sind beispielsweise der Rubin, der Granat, der rote Achat, der Hämatit, der Rhodonit oder die rote Koralle.
Zu den stärkenden Aromen gehören unter anderen das Sandelholz, Patschuli, Moschus, Nelke, Rosmarin, Zypresse, Zeder, Kampfer, Myrrhe und Weihrauch.
Eine Ernährung mit vielen erdenden Wurzelgemüsen kann hier einen stärkenden Einfluss haben. Unterstützend wirken auch Milchprodukte, Hülsenfrüchte, wie Tofu und andere Sojaprodukte, Nüsse, Kürbis-, Sonnenblumen-, Pinienkerne und auch Sesam.

Sakralchakra

Der hinduistische Begriff für das zweite Chakra, das Sakralchakra ist Svadhisthana, was übersetzt so viel wie Süße oder Lieblichkeit heißt. Man spricht hier auch vom Sexualchakra. Dieses Energiezentrum befindet sich im Bereich des Kreuzbeines und der Geschlechtsorgane, ungefähr eine Handbreit unter dem Bauchnabel. Die mit diesem Chakra in Resonanz stehende Farbe ist orange. Nach der Fünf- Elemente- Lehre wird das Wurzelchakra dem Element Wasser zugeordnet. Ferner gibt es eine Zuordnung zum Geschmackssinn.

Bedeutung des Sakralchakras

Das Sakrakchakra ist der Bereich der Emotionen und Gefühle. Ihm werden die Lebenslust, Sinnlichkeit, Erotik, Sexualität, Fortpflanzung und Kreativität zugeordnet. Hier kann der freie Fluss der Lebensenergie zum Ausdruck lebendiger, intensiver Gefühle, sinnlicher Erfahrungen und tiefer Emotionen gelangen. Lebendigkeit und Liebe werden in leidenschaftlicher Weise ausgedrückt. Es geht darum, auf lustvolle, freudige und kreative Weise am Spiel des Lebens teilzunehmen und die Welt zu erfahren. Die sexuelle Energie verbindet sich hier mit Sinnlichkeit und der Lust am Leben. Die Bindungen zu anderen Menschen, auch zum anderen Geschlecht, sind liebevoll und befruchtend.

Das geöffnete Sakralchakra

Das Sakralchakra in offener und harmonischer Funktion führt beim Menschen zu einem natürlichen Fluss der Gefühle. Darüber hinaus dient es einer glücklichen inneren Kommunikation bezüglich dessen, was der Körper braucht und was ihn erfreut. Der Mensch spürt seine Bedürfnisse auf allen Ebenen und kann sie auch entsprechend befriedigen. Er versorgt sich zum Beispiel sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht genau mit der Nahrung, die er braucht. Diese Öffnung zeigt sich einerseits in einem lustvollen und erfüllenden Sexualleben, andererseits auch in kreativem, schöpferischem Handeln in allen Bereichen des Lebens.

Blockaden in diesem Chakra

Im Bereich des Sakralchakras kann es zu vielfältigen Störungen und Krankheiten der inneren Geschlechtsorgane kommen. Mit inbegriffen sind auch verschiedene Funktionsstörungen der Hormondrüse. Dazu gibt es hier auch Krankheiten von Nieren, der Blase und der Harnwege. Es kann zu Beschwerden an der Lendenwirbelsäule und zu Hüftproblemen kommen.

Im psychischen und emotionalen Bereich findet man ein gestörtes Sexualverhalten. Dieses tritt oft gemeinsam mit Schuldgefühlen, Scham und Angst vor der Sexualität auf. Aber auch Essstörungen, Fettleibigkeit und Magersucht kommen vor. Diese Menschen haben oft Probleme im emotionalen Umgang mit anderen. Es macht ihnen Angst, ihre Gefühle und auch ihre kreativen Neigungen auszudrücken und zuzulassen. Auch fällt es ihnen schwer, mit den Emotionen anderer Menschen umzugehen. Dadurch kann es zu Vereinsamung und Entfremdung kommen. Vielfach sind sie völlig unfähig, das Leben zu genießen. Dazu gehört auch die Ablehnung von körperlicher Berührung und Intimität. Sie sind Kraft- und Motivations- los und leiden häufig unter chronischer Müdigkeit und Lustlosigkeit.

Wie kann man das Svadhisthana stärken?

Auch hier können yogische Übungen, eine gezielte homöopathische Behandlung, Chakra- Meditationen, Körper- und Energiearbeit zur Öffnung führen. Dadurch können die Blockaden aufgelöst werden und die Lebensenergie wieder zu ihrem freien Fluss gelangen.

Folgende Substanzen stehen mit diesem Chakra in Resonanz und können dadurch unterstützend wirken: Bei den Edelsteinen sind diese der Karneol, Citrin, der Mondstein, der orangene Jaspis und der orangene Beryll. Unterstützende Aromen sind unter anderen das Sandelholz, Weihrauch, Rosenholz, Ylang-Ylang, Myrrhe, Vanille, Orange, Pfeffer und Bitterorange.

Eine stärkende Wirkung seitens der Ernährung haben viele frische Nahrungsmittel und Früchte. Letztere sind vor allem Orangen, Aprikosen, Pfirsiche, Ananas, Erdbeeren, Granatäpfel, Melonen, Mangos, Äpfel und Birnen. Dazu sind auch verschiedene Salate, Tomaten und Gurken empfehlenswert. Geeignet ist außerdem das Trinken von viel Wasser, entschlackenden Kräutertees und Säften.

Das Wurzelchakra und das Sakralchakra
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