Der deutsche Name der Hypophyse, die auch Glandula pituitaria heißt, ist Hirnanhangsdrüse. Diese Drüse steht im engen Zusammenhang mit den Energiesystemen der zwei obersten Hauptchakren. Diese sind das Stirnchakra oder das dritte Auge und das Kronenchakra.

Diese ungefähr Haselnuss-große Hormondrüse liegt im sogenannten Türkensattel, in der mittleren Schädelgrube unseres Gehirns. Sie ist mit einem Stiel, dem sogenannten Hypophysenstiel, mit dem Hypothalamus verbunden. Letzterer regelt neben wichtiger Aufgaben im zentralen Nervensystem die vegetativen Funktionen des Körpers. Mit dem Hypothalamus arbeitet die Hypophyse eng zusammen. Sie besitzt eine zentrale Rolle bei der Steuerung unseres Hormonsystems im Körper. Dabei werden das Wachstum, die Fortpflanzung und der Stoffwechsel reguliert.

Die Hypophyse ist aus zwei Teilen zusammengesetzt, welche sich sowohl hinsichtlich des Aufbaus als auch der Funktion voneinander unterscheiden. Diese sind zum einen der Hypophysenvorderlappen, abgekürzt HVL, der auch Adenohypophyse genannt wird. Der andere Teil ist der Hypophysenhinterlappen, HHL, welcher auch als Neurohypophyse bezeichnet wird. Diese beiden Strukturen werden durch den sogenannten Zwischenlappen voneinander getrennt.

Der Hypophysenvorderlappen, HVL

Der Hypophysenvorderlappen produziert einerseits Hormone, welche direkt auf ihre Zielzellen einwirken. Andererseits produziert er solche Hormone, die auf untergeordnete Hormondrüsen Einfluss nehmen.

Die Hormone des HVL

Die Hormone, welche direkt auf ihre Zielzellen einwirken, sind das STH, das PRL und das MSH.
Das STH ist das Somatotrope Hormon oder Somatotropin. Die Aufgabe des STH ist die Anregung unseres Körperwachstums.
Das PRL ist das Prolaktin , was auch als laktotropes Hormon oder, abgekürzt, LTH bezeichnet wird. PRL wirkt bei Frauen anregend auf das Wachstum der Brustdrüsen und ist auch an der Milchproduktion beteiligt.
Das MSH schließlich wird melanozytenstimulierendes Hormon oder Melanotropin genannt.
MSH stimuliert die pigmentbildenden Zellen, die Melanozyten in der Haut, in den Haaren und in der Iris des Auges.

Die Hormone, welche auf untergeordnete Hormondrüsen Einfluss nehmen, sind ACTH, TSH, FSH und LH.
Das ACTH ist das Adrenokortikotrope Hormon oder das Kortikotropin. Dieses Hormon beeinflusst die Nebennierenrinde und dort vor allem die Bildung der Glukokortikoide. Ein Beispiel hierfür ist das Steroidhormon Cortisol. Eine Überfunktion von ACTH führt zum klinischen Bild des Morbus Cushing. Eine Unterfunktion von ACTH hat dagegen einen Mangel an Glokokortikoiden und im fortgeschrittenen Stadium auch eine Nebennierenrindenunterfunktion zur Folge.
Das TSH wird Thyroidea stimulierende Hormon, thyreotropes Hormon oder Thyreotropin genannt. Es wirkt anregend auf die Schilddrüsenfunktion.
Das FSH ist das Follikelstimulierende Hormon. Es steuert die Reifung der Follikel in den Eierstöcken der Frauen. Bei den Männern stimuliert es die Ausreifung der Hodenkanälchen und die Spermienentwicklung.
LH, das Luteinisierende Hormon, regt bei den Frauen die Follikelreifung an. Ebenso den Eisprung und den Umbau des Graaf-Follikels in den Gelbkörper. Bei den Männern stimuliert es die Testosteronproduktion und das Wachstum der Leydig-Zwischenzellen im Hoden.

Der Hypophysenhinterlappen, HHL

Im Hypophysenhinterlappen werden keine Hormone gebildet. Es werden jedoch die vom Hypothalamus gebildeten Hormone, Oxytozin und Adiuretin gespeichert und bei Bedarf an das Blut abgegeben.
Oxytozin veranlasst einerseits während des Geburtsvorganges die Gebärmutter zur Kontraktion. Andererseits regt es die Brustdrüsen zur Milchausschüttung an.
Adiuretin wird auch antidiuretisches Hormon, Vasopressin oder ADH genannt. Dieses Hormon stimuliert die Wasserrückresorption in den Nierenkanälchen. Darüber hinaus wirkt es auf die Arterien gefäßverengend.

Beim gesunden Menschen erfolgt die Regulation des Hormonhaushaltes durch komplexe Regelkreise, wobei der Hypothalamus die Aufgabe des Reglers innehat.

Krankheiten der Hypophyse

Die HVL-Insuffizienz

Bei der Insuffizienz des Hypophysenvorderlappens ist dessen Aktivität vermindert. Dafür kann es vielfältige Ursachen geben, wie zum Beispiel Gehirnblutungen, Thrombosen, Tumore, Entzündungen oder Autoantikörper. Wenn Kinder oder Jugendliche betroffen sind, kann man oft gar keine Ursache für die Erkrankung finden. Je nachdem, welche Hormone betroffen sind, kann dies verschiedene Krankheitsbilder zufolge haben, die weiter unten erläutert werden.

Hypophysärer Minderwuchs und Riesenwuchs

Zu einem Minderwuchs mit einer Körpergröße von ca. 140 cm kommt es durch den Ausfall des Wachstumshormons STH. Wird bei einem Patienten, dessen Längenwachstum noch nicht abgeschlossen ist, vermehrt STH produziert, so kommt es zum Riesenwuchs. Hier übersteigt die Körpergröße des Patienten 2 Meter. Diese Überfunktion wird häufig durch einen gutartigen Tumor des HVL, ein sogenanntes Adenom, verursacht.

Die Akromegalie

Dies ist ein Krankheitsbild, welches bei einer Überproduktion von STH auftritt, wenn beim Patienten das Längenwachstum bereits abgeschlossen ist. In diesem Fall sind die Wachstumsfugen der Röhrenknochen bereits geschlossen. Bei der Akromegalie kommt es zu einer Vergrößerung von Händen, Füßen, Kopf, Jochbein, Unterkiefer, Lippen und Nase. Auch kann es zu einer Vergrößerung innerer Organe oder einer Verdickung der Haut kommen. Durch die Vergrößerung des Kehlkopfes kann der Patient eine tiefe oder raue Stimme bekommen. In manchen Fällen kommt es zu einem Diabetes mellitus oder zum Blutdruckanstieg. Folge dieser Erkrankung kann auch eine Amenorrhoe, also das Ausbleiben der Monatsblutung, oder ein Libidoverlust sein. Wird die Akromegalie durch einen Tumor verursacht, so kann es auch zu Kopfschmerzen und Sehstörungen kommen.

Morbus Cushing

Das sogenannte zentralen Cushing- Syndrom oder Morbus Cushing wird meist durch ein ACTH- produzierendes Hypophysenadenom verursacht. Dieses führt zu einem Überangebot an Glukokortikoiden. Daneben gibt es auch noch weitere Formen des Cushing- Syndroms, wobei diese nicht durch eine Fehlfunktion der Hypophyse verursacht werden.
Die Patienten leiden anfangs unter einer schnellen Gewichtszunahme, wobei es zu vermehrtem Fettansatz im Gesicht, am Nacken und am Körperstamm kommt. Bei Frauen kann es zu einem Hirsutismus, einer Behaarung nach männlichem Typus, und zum Ausbleiben der Regelblutung kommen. Bei Männern treten häufig Potenzstörungen auf, bei Kindern kann es zu Wachstumshemmungen kommen.
Weitere Symptome dieser Erkrankung sind blaurote Streifen auf der Haut, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Osteoporose, Muskel- und Hautatrophie, ein erhöhter Augeninnendruck, Infektabwehrschwäche, psychische Labilität, Akne, Müdigkeit und Leistungsminderung.

Diabetes insipidus

Dies ist eine Krankheit welche auftritt, wenn der Hypophysenhinterlappen zu wenig Adiuretin ins Blut abgibt. Sie unterscheidet sich jedoch grundlegend vom Diabetes mellitus, welcher bei relativem oder absolutem Insulinmangel entsteht. Der Diabetes insipidus wird auch Wasserharnruhr genannt. Er kann nach einer Enzephalitis, einer Entzündung des Gehirns, nach Schädeltraumata oder als Erbleiden auftreten. Auch kann er bei Hirntumoren oder nach Gehirnoperationen entstehen. Schließlich gibt es auch Fälle von Diabetes insipidus ohne bekannte Ursache, wobei ein Autoimmunprozess vermutet wird.
Bei diesem Krankheitsbild sind die Nieren aufgrund des ADH-Mangels nicht in der Lage, ausreichend Wasser zurückzuholen und scheiden Harnmengen bis zu 20 Litern pro Tag aus. Diese Menschen leiden daher unter großem Durstgefühl.

Prolaktinom

Ein Prolaktinom ist eine Erkrankung, welche durch ein Adenom des Hypophysenvorderlappens entsteht. Dabei wird vermehrt Prolaktin produziert. Dadurch kommt es bei den betroffenen Frauen zu vermehrtem Milchfluss und stärkerem Brustwachstum. Bei Männern können Libido- und Potenzstörungen auftreten. Wenn der Tumor auf die Sehnervenkreuzung drückt, kann es zu Sehstörungen und Kopfschmerzen kommen.

Schädigende Einflüsse auf die Hypophyse

Wie oben beschrieben, können Fehlfunktionen der Hypophyse zahlreiche gesundheitliche Probleme hervorrufen. Unser Körpersystem kann sich im gesunden Zustand auf perfekte Weise selbst regulieren. Allerdings reagiert es auf die Zufuhr von Giften, aber auch auf Stress, negative Gefühle und Gedanken und kann so in seiner natürlichen Funktion beeinträchtigt werden. In der Hypophyse kann sich besonders das Quecksilber anreichern und dadurch Stoffwechselstörungen verursachen. Auch Palladium, welches in vielen Zahnlegierungen enthalten ist, soll eine schädigende Wirkung auf diese Drüse haben.

Aktivierung der Hypophysenfunktion

Da die Funktion dieser Drüse durch Quecksilber stark beeinträchtigt werden kann, sollte man darauf achten, nicht zu viel Seefisch und Meeresfrüchte zu verzehren. Auch auf Aluminium sollte weitgehend verzichtet werden.
Weitere Substanzen, die die Hypophysenfunktion schwächen können sind Koffein, Alkohol, Pestizide und Tabak.
Ratsam ist eine Entgiftung des Körpers mittels Klinoptilith-Zeolith oder grüner Heilerde.
Elektrosmog sollte auch weitgehend vermieden werden.
Auch Leber- und Darmreinigungen, Fastenkuren, das Trinken von viel Quellwasser, Yoga und Meditationen sind sehr hilfreich.
Maßnahmen zur Öffnung oder Beseitigung von Blockaden der beiden obersten Hauptchakren können hier auch unterstützend wirken.

Die Hypophyse oder Hirnanhangsdrüse
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