Solarplexuschakra

Dieses ist das dritte Chakra, welches im Sanskrit Manipura genannt wird. Dieses Energiezentrum liegt im Lendenwirbelbereich auf der Höhe des Solarplexus, des Sonnengeflechtes. Von vorne gesehen, liegt es oberhalb des Nabels und wird daher auch oft als Nabelchakra bezeichnet. Die mit diesem Chakra in Resonanz stehende Farbe ist gelb. Nach der daoistischen Fünf- Elemente- Lehre wird das Solarplexuschakra dem Element Feuer zugeordnet. Auch gibt es hier eine Zuordnung zum Sehsinn.

Bedeutung des Solarplexuschakras

Dieses Chakra steht für Licht und Wärme, das innere Leuchten, worin sich die Resonanz zum Element Feuer ausdrückt. Es geht um unseren Energiehaushalt, unser Leistungsvermögen und unsere Tatkraft, um die Motivation und um die Selbstdisziplin. Auch betrifft es die persönliche Macht und Integrität des Menschen, seine Kraft, Belastbarkeit und Aktivität. Hier geht es auch um unsere Identität, den eigenen Willen, das Selbstbewusstsein, die Entwicklung unseres Ichs, unserer Persönlichkeit und Durchsetzungskraft. Es geht um die Ausformung der Persönlichkeit mit ihren Gedanken und Überzeugungen. Auf diese Weise kann sie sich in der Welt ausdrücken und handeln. Dazu bedarf es auch der Abgrenzung anderen gegenüber und die Übernahme von Verantwortung für das eigene Leben. Hier wird ersichtlich, dass das Solarplexuschakra eher mit den männlichen Aspekten unseres Lebens in Verbindung steht.

Das Solarplexuschakra betrifft auch die innere Ausgeglichenheit und unser Bauchgefühl, unsere Intuition. Hier findet die Verarbeitung unbewusster Anteile statt. Dieses Chakra hat auch die Verbindung zu unserem Verdauungstrakt. Es müssen, im übertragenen Sinne, unsere Erfahrungen und Ängste, aber auch unbewusste Anteile der Gedanken, Überzeugungen und Verhaltensmuster verdaut werden.

Das geöffnete Solarplexuschakra

Menschen, deren Solarplexuschakra weit geöffnet ist, stehen innerlich ausgeglichen, selbstbewusst, fest und sicher im Leben. Es sind ausgereifte Persönlichkeiten, die über ausreichend Sicherheit und Selbstdisziplin verfügen und mit beiden Beinen auf der Erde stehen. Sie besitzen die Fähigkeit, sich ihre eigene Meinung zu bilden und übernehmen daher nicht unreflektiert anderer Menschen Denkmuster und Glaubenssätze. Auch lassen sie sich von anderen nicht so leicht manipulieren. Sie sind ihren Gefühlen nicht schutzlos ausgeliefert, können über sich selbst nachdenken und ihre Fähigkeiten realistisch einschätzen. Daher verfolgen sie ihre Ziele verantwortungsvoll und lassen sich auch nicht durch mögliche Kritik oder hinderliche Einflüsse entmutigen.

Blockierte Lebensenergie im Solarplexuschakra

In diesem Chakra kann es zu Blockaden kommen, wenn der Selbstwert eines Menschen, vor allem im Lebensalter von vier bis elf Jahren, nicht gefördert wurde. Das kann durch ein familiäres Umfeld geschehen, in dem das Kind ständiger Bevormundung und Kritik ausgesetzt ist. Wenn ihm kein Wert zugesprochen wird und es darüber hinaus zu wenig liebevolle Zuwendung erhält, kann es ausgeprägte Versagensängste entwickeln.

Ist das dritte Chakra blockiert, so hat der Mensch ein Gefühl von Machtlosigkeit und fürchtet, seine Selbstkontrolle zu verlieren. Diese Gefühle versucht er zuweilen mit einem verstärkten Bedürfnis nach Kontrolle zu kompensieren. Er gerät schnell in Wut und urteilt allzu leicht über andere Menschen, versucht sie zu kontrollieren und zu manipulieren. Die Menschen mit einer Blockade in diesem Chakra besitzen jedoch keine echte Durchsetzungskraft. Sie sind sehr unsicher, können sich nur schwer entscheiden und sind oft antriebslos. Auch Schlafstörungen und Alpträume können bei einer Störung im Solarplexuschakra vorkommen.

Körperliche Krankheiten eines gestörten Solarplexuschakras

Hierzu gehören vorrangig verschiedenste Magen- und Darmbeschwerden. Essstörungen, Übergewicht, auch Erkrankungen des Unterleibes und der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) können die Folge eines gestörten Solarplexuschakra sein. Auch manche Stoffwechselstörungen und Lebererkrankungen gehören in diesen Bereich. Ebenso können hier Beschwerden des Zwerchfelles und der Atmung vorkommen.

Die Bauchspeicheldrüse, die diesem Chakra zugeordnete Drüse

Die quer im Oberbauch liegende Bauchspeicheldrüse, auch das Pankreas genannt, besteht grundsätzlich aus zwei verschiedenen Anteilen. Diese sind zum Einen der exokrine Drüsenanteil, wobei exokrin soviel wie „nach außen absondernd“ bedeutet. Hier werden verschiedene Verdauungsenzyme gebildet, die dann in den Zwölffingerdarm, das sogenannte Duodenum, abgegeben werden. Die abgegebenen Verdauungsenzyme dienen uns zur Fett- Eiweiß- und Kohlenhydratverdauung.
Den anderen Anteil des Pankreas repräsentieren die Langerhans- Inseln. Hier werden die Hormone Insulin und Glukagon gebildet, die direkt in die Blutbahn gelangen. Daher wird dieser Anteil auch endokrin, also „nach innen abgebend“ genannt. Die Hormone der Bauchspeicheldrüse dienen dem Ausgleich des Zuckerhaushaltes im Körper, welcher über die Regulation des Blutzuckerspiegels erfolgt.

Entzündet sich der exokrine Anteil der Bauchspeicheldrüse, so kommt es zum Krankheitsbild der Pankreatitis. Diese Erkrankung birgt die Gefahr einer Selbstverdauung des Pankreas durch die freigesetzten Verdauungsenzyme in sich. Erkranken die Langerhans- Inseln des Pankreas, so kommt es häufig zur Zuckerkrankheit, dem Diabetes mellitus.

Methoden zur Stärkung

Viele Menschen sind Opfer ihrer Überzeugungen und unterbewusster Glaubenssätze, wie beispielsweise der Vorstellung, durch ein etwas erhöhtes Körpergewicht völlig unattraktiv zu sein. Hier ist es ratsam, diesem inneren Bild bewusst durch positive Glaubenssätze oder Affirmationen zu begegnen.

Speziell auf dieses Chakra abgestimmte Yogaübungen, Energiearbeit und Chakra-Meditationen können auch hier stärken und zur Auflösung von Blockaden führen. Die Auffindung des exakt passenden homöopathischen Heilmittels, dem sogenannten Simile oder gar Similimum, kann hier äußerst heilsam sein. Dadurch kann es auch zur Heilung der jeweiligen Krankheiten in diesem Bereich kommen. Das homöopathische Heilmittel öffnet die Chakren und lässt die Lebensenergie wieder frei fließen.

Für dieses Chakra gibt es spezielle Substanzen, die unterstützend wirken. Diese sind im Bereich der Steine der gelbe Citrin, der gelbe Turmalin, der Topas und das Tiegerauge. Unterstützende Aromen und Räucherstoffe sind beispielsweise Lavendel, Zitrone, Zistrose, Nelke, Rosmarin, Melisse, Sandelholz, Benzoe und Zimt.

Eine Ernährung mit wärmenden Kohlenhydraten wie Dinkel, Hafer, Hirse, Mais, Weizen, mit wärmenden Proteinen, wie Kichererbsen oder Linsen und mit Gemüsen wie Fenchel und Kohl kann hier unterstützend wirken. Weiter sind Anis, Kümmel, Leinsamen und Sonnenblumenkerne zu empfehlen. Außerdem dienen Gewürze wie Piment, Ingwer, schwarzer Pfeffer, Zimt und Nelken zur Unterstützung dieses Chakras.

herzchakra

Das Herzchakra

Der hinduistische Begriff für das vierte Chakra, das Herzchakra ist Anahata. Man nennt es auch den Herz-Lotus. Dieses Energiezentrum liegt auf Herzhöhe in der Mitte der Brust auf der Höhe der Brustwirbel. Als das mittlere der sieben Hauptchakren dient es als ein Verbindungsglied zwischen den drei unteren Chakren und den drei oberen. Damit verbindet es die „weltlich“ oder „körperlich“ ausgerichteten drei unteren Chakren mit den eher „spirituell“ ausgerichteten drei oberen Chakren (L.z. Die Chakren, Übersichtsartikel). Mit diesem Chakra steht die Farbe hellgrün in Resonanz. Nach der Fünf- Elemente- Lehre wird dem Herzchakra das Element Luft zugeordnet. Ferner gibt es eine Zuordnung zum Tastsinn.

„Wonach suchst du? Nach Glück, Liebe, Seelenfrieden? Suche nicht am anderen Ende der Welt danach, sonst wirst du enttäuscht, verbittert und verzweifelt zurückkehren. Suche am anderen Ende deiner Selbst danach, in der Tiefe deines Herzens.“
Volksweisheit

Bedeutung des Herzchakras

Das Anahata Chakra oder Herzchakra stellt das Zentrum für den Bereich unserer bedingungslosen, universellen Liebe und Freude dar. Hier können wir die reine, bedingungslose Liebe unserer Seele erfahren. Diese stellt, im Gegensatz zur Dualität, die Essenz der Einheit dar. Auch ermöglicht es uns, Gefühle der Dankbarkeit zu erleben. Es steht für unsere Lebensfreude, für die Hingabe, das Mitgefühl und für unser Feingefühl, unsere Sensibilität bzw. Sensitivität. All dies sind eher Eigenschaften, die dem weiblichen Aspekt des Menschen entsprechen, welchen jeder, ob Mann oder Frau, in sich trägt.

Das geöffnete Herzchakra

Mit einem weit geöffneten Herzchakra erhalten wir den Zugang zu unserer inneren Wahrheit. Wir können dann fühlen, was für uns selbst richtig oder falsch ist. Dadurch sind wir nicht mehr von äußeren Meinungen und Urteilen abhängig. Durch diese Chakra-Öffnung lernen wir, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind. Wir erliegen dann nicht mehr dem Bedürfnis, Situationen oder andere Menschen zu bewerten oder zu verurteilen. Dann können wir auch andere Menschen mit unserer Ausstrahlung und unseren Worten im Herzen berühren. So nehmen wir die anderen Menschen auch auf einer viel tieferen Ebene wahr. Wir spüren ihre eigentliche Essenz.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Antoine de Saint-Exuperys

Mit dem geöffneten Herzchakra sind wir offen für die Harmonie und die Schönheit der Natur. Wir können uns so an den schönen Dingen des Lebens, auch an Kunst und Kultur erfreuen. Menschen mit einem geöffneten Herzchakra sind nicht von der Liebe anderer Menschen abhängig. Sie wissen, bewusst oder unbewusst, dass sie die Liebe im Grunde allein in ihrem Inneren, in ihrem Herzen finden können. Von außen fließt die Liebe ja immer nur zu den Menschen, die sie auch empfangen können.

Die Vitalempfindung in der Homöopathie

Über die Öffnung des Herzchakras wird uns auch ein innerer Raum offenbart, in dem wir auf eine Weise empfinden und wahrnehmen können, welche über die menschlichen Gefühle hinaus geht. Die sogenannte Sensation- Methode in der klassischen Homöopathie wurde von dem indischen Homöopathen, Rajan Sankaran, entwickelt. Hier wird der Patient über eine spezielle Anamnesetechnik in diesen inneren Raum geführt. Dort kann er zu der sogenannten Vitalempfindung (vgl. Die Empfindung in der Homöopathie | Rajan Sankaran | ISBN: 9788190110389 |) gelangen, welche dem Homöopathen Aufschluss über das in der Tiefe heilenden Mittel gibt.

Blockaden im Herzchakra

Störungen in diesem Chakra können durch traumatische Erfahrungen von Kummer, Trauer, Trennung, Verlust oder Ablehnung entstehen. Das kann dazu führen, dass der Mensch vereinsamt, sich völlig distanziert verhält und sich gegenüber den Anderen verschließt. Dann fällt es ihm auch schwer, ihnen seine Liebe zu geben oder überhaupt Kontakte einzugehen. Auch reagiert er vielleicht auf die Liebesäußerungen anderer mit Misstrauen und kann sie gar nicht mehr an sich heranlassen. Möglicherweise hegt er auch einen tiefen Groll, ergeht sich in Rachsucht und kann anderen nicht vergeben. Dann klagt er andere an und verurteilt sie. Er kann auch hart und gefühlskalt wirken.

Eine Blockade im Herzchakra kann jedoch auch durch ein eigenes Verschulden, welches man selbst als unverzeihlich empfindet, verursacht werden. Auch kann eine Störung in diesem Chakra bei manchen Menschen vorliegen, die sich scheinbar völlig hingebungsvoll um andere kümmern. Das ist der Fall, wenn sie dabei aus einer Abhängigkeit heraus handeln. Sie wollen dadurch die Liebe der Anderen gewinnen, die sie in ihrem eigenen Inneren nicht finden können.

Krankheiten eines blockierten Herzchakras

Durch ein gestörtes Herzchakra kann es zu Herzkrankheiten kommen, wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen oder Angina Pectoris. Dann gibt es hier Lungen- und Bronchialerkrankungen, wie das Asthma, verschiedene Atembeschwerden, Bronchitis oder ein Emphysem. Auch kommen Krankheiten wie Allergien, Hautausschläge, Schlafstörungen, Rheuma in den oberen Extremitäten, Beschwerden von Brustwirbelsäule und Schultern vor. Ebenso können Durchblutungsstörungen und Beschwerden mit dem Blutdruck, vor allem der Bluthochdruck einem blockierten Herzchakra zugeordnet werden.

Wie kann man es stärken?

Auch hier kann eine Heilung durch das genau abgestimmte homöopathische Mittel erfolgen. Vor allem bei starken neurotischen Störungen kann auch eine psychotherapeutische Unterstützung in einigen Fällen angezeigt sein. Auf das Herzchakra abgestimmte Yogaübungen, Energiearbeit und Chakra-Meditationen können auch stärken, wenn dieses Chakra blockiert ist. Ebenso kann die Arbeit mit dem bewussten Atem sehr hilfreich sein.

Unterstützende Substanzen für das Herzchakra sind zum einen alle grünen Steine. Dazu gehören beispielsweise der Turmalin, der Jadestein, Moosachat, Smaragd, Olivin und Aventurin. Auch die rosafarbenen Steine, Rhodonit, Rosenquarz, Rhodochrosit und rosa Koralle können für dieses Chakra hilfreich sein. Aroma- und Räucherstoffe sind Kardamon, Jasmin, Rose und Beifuß.

Das Herzchakra wird eher durch leichte Mahlzeiten mit grünen Kräutern, Salaten, Obst, Gemüse, Reis, Sprossen und Keimen unterstützt. Auch rote Äpfel, Nüsse und Rosenwasser sind hier hilfreich.

Das Solarplexus- und das Herzchakra
4.7 (93.33%) 21 Stimmen

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here