Spiritualität - Wege und Werkzeuge zu einem spirituellen Leben

Spiritualität

An dieser Stelle soll ein Überblick gegeben werden über Spiritualität im Sinne des menschlichen Erwachens zum eigenen inneren Sein. Der Philosoph C.G. Jung sprach in diesem Zusammenhang von der „Selbst- Werdung“. Hier sollen verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie der Mensch die Spiritualität in sein Leben integrieren und zu dieser Selbstwerdung gelangen kann. Ziel ist es, die eigene Realität bewusst zu erschaffen. Nur dadurch können wir zu einem freien, glücklichen und selbstbestimmten Leben in Gesundheit, Freude und auch materieller Fülle gelangen.

Integration der Spiritualität in unser Leben

Da es zahlreiche Wege und Werkzeuge gibt, Spiritualität in unser Leben zu bringen, machen wir uns zur Aufgabe, die unterschiedlichen Lehren und Praktiken unter die Lupe zu nehmen und dadurch auch kritisch zu durchleuchten. Uns offenbart sich heutzutage eine Fülle von Autoren, Ratgebern, Lehrern, esoterischen Ritualen, Orakeln und Beratern. Das kann uns verwirren. Oft können wir da gar nicht mehr klar sehen. Wir können so den Sinn nicht vom Unsinn unterscheiden. Die Richtung, die uns voranbringt können wir nicht mehr erkennen, geschweige denn zu einem Überblick gelangen.

Auch für Menschen ohne spirituelles Vorwissen

Hier sollen auch Menschen angesprochen werden, die bisher noch keinen Zugang zur Spiritualität oder spirituellem Gedankengut erhalten haben. Menschen, die mit ihrer derzeitigen Lebenssituation möglicherweise recht unzufrieden sind. Das sind auch solche Personen, die in einer Lebenskrise stecken und dadurch zu Suchenden geworden sind. Ein Einstieg ins spirituelle Leben kann auch große Umwälzungen, hin zu einem erfüllten Leben bewirken.

Was ist Spiritualität?

Das lateinische Wort spiritus bedeutet Geist. Daher bedeutet Spiritualität im weitesten Sinne so viel wie Geistigkeit, „das geistige Wesen“.

Spiritualität wird häufig im Zusammenhang mit einer Religion bzw. Religionsgemeinschaft verstanden. Sie deutet auf eine geistige Verbindung mit dem Jenseits, der Transzendenz oder dem Leben nach dem Tode hin. Das Bestreben vieler Glaubensgemeinschaften und Religionen ist es daher, Menschen auf das jenseitige Leben vorzubereiten. Die Menschen werden auch mit dem Jenseits vertröstet, im Sinne von: „Das Leben hier auf Erden ist ein Jammertal“. Andererseits wurde und wird auch heute noch von religiösen Führern ein moralischer Druck auf die Menschen ausgeübt. Sie sollen alle recht brav und lammfromm sein und ja nicht aufmucken. Sonst droht die Hölle mit jämmerlichem Büßen – vielleicht sogar auf ewig.

Was heißt eigentlich Religion?

Das Wort Religion bedeutet im Wortsinne so viel wie „bedenken“, „achtgeben“ oder auch eine „Rückbindung an den Ursprung“. Spirituell leben bedeutet daher, sich auf das zu besinnen, was man im Alltagsleben möglicherweise für lange Zeit vernachlässigt hat: seinen eigenen Ursprung, das eigene Selbst.

Warum Spiritualität?

Es ist offensichtlich an der Zeit. Immer mehr Menschen haben den Prozess des Erwachens, also die innere Öffnung zum spirituellen Leben bereits eingeleitet. Bei manchen erfolgte dies nach einer schmerzlichen Erfahrung von Verlust und Leid. Andere erfuhren diese Öffnung durch den Kontakt zu spirituellen Schriften und Lehren, Meditationstechniken, yogischen Übungen und dergleichen. Und immer mehr erwachte Menschen kommen dazu. Das prägt sich in das kollektive Bewusstsein ein und kann allmählich zu einer Umwandlung, zu einem sogenannten Transformationsprozess der ganzen Erde führen. Man kann vielleicht sagen, dass die Menschheit jetzt reif dazu ist. Vor mehr als 2000 Jahren, zu der Zeit der alten Lehrer, Jesus, Buddha oder Laotse, um nur einige davon zu nennen, war die Menschheit noch nicht offen für einen großen Wandel. Diese Lehrer haben jedoch den Samen gelegt, der nun endlich aufkeimen kann. Und der Prozess beginnt bei den Menschen, die in ihrem Inneren dazu bereit sind.

Was hat es nun auf sich mit der Spiritualität?

Was muss ich dazu lernen, welche Kurse muss ich besuchen, welche Bücher lesen?
Welche Körperübungen sind erforderlich? Welche Lebensweise ist angemessen?

Vielleicht ist es auch nichts von alledem? Jeder soll sich selber ein Bild machen und sich das für ihn richtige heraussuchen.

Die Besinnung auf das eigene Selbst

Sich auf das eigene Selbst zu besinnen, ist nicht egoistisch. Einer der bekanntesten spirituellen Lehrer unserer Zeit, Eckart Tolle, beschreibt in seinen Büchern mit dem Begriff des Ego die Identifikation des Menschen mit Formen und vor allem Gedankenformen. Formen bezeichnet alles, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Die nicht- stoffliche Variante sind die Formen der Gedanken, also Gedankenformen. Durch diese Identifikation sei uns die Verbundenheit mit dem Ganzen, unserem essentiellen Einssein, unserem Ursprung, verlorengegangen. Dies führt zu der Einbildung der Getrenntheit. Spirituell zu sein hat nichts mit dem zu tun, was man glaubt, denn der Glaube ist ja auch nur eine Gedankenform, sondern entspricht einzig einem erweiterten Bewusstseinszustand.

Die Taten des Ego

Das Ego, das falsche Selbst, ist verantwortlich für die kollektive Funktionsstörung, an der die Menschheit krankt. Durch sie erst komme es zur beispiellosen Gewalt von Menschen gegen Menschen und gegenüber anderen Lebensformen. Und auch Gewalt gegenüber der Erde selbst. Dafür gibt es zahllose Beispiele in der Geschichte und auch heutzutage hat sich daran wenig geändert.

Das wahre Selbst

Eckart Tolle sagt sinngemäß: Wenn wir nicht mehr vom Denken besessen sind sondern uns des Denkens bedienen, dann können wir unser eigenes, wahres Selbst erfahren. Dieses Selbst ist nicht die Persönlichkeit, welche wir nach außen zeigen, unser Beruf, unser äußeres Erscheinungsbild, oder die Rollen, die wir im Leben spielen. Die Persönlichkeit steht nur für das Gefühl einer Identität, das illusorische Ich. Es ist auch nicht das ängstliche, verletzte Kind, das wir vielleicht immer noch im Inneren beherbergen. Wenn wir uns von allen Dingen losmachen, in die wir uns verstrickt und mit denen wir uns identifiziert haben, dann können wir mit der Zeit oder auch unmittelbar unser wahres Selbst spüren, das wahre Selbst, welches ja immer schon da ist. Die alleinige Erkenntnis der Illusion als solche kann uns von ihr freimachen.
Es handelt sich bei unserem wahren Selbst also um etwas, das uns natürlicherweise zu eigen ist, was es jedoch erst noch zu entdecken, also regelrecht freizuräumen gilt. Und dann können wir es spüren. Erwachte Menschen sprechen in diesem Zusammenhang von dem Gefühl eines tiefen inneren Friedens, einer unendlichen Freude, einer Leichtigkeit, dem Gefühl einer Vollkommenheit in sich selbst. Diese Gefühle sind bei einem erwachten Menschen völlig frei von den Begebenheiten in der äußeren Welt. Sie verändern sich nicht bei herausfordernden Ereignissen oder persönlichen Schicksalsschlägen im Leben. Das können auch so banale Dinge sein, wie eine dicke Rechnung, die uns ins Haus flattert, ein Streit mit dem Partner oder ein scheinbares Unglück.

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Spiritualität – Wege und Werkzeuge
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