Neurodermitis kann von einer Kombination aus genetischen Faktoren, einem geschwächten Immunsystem und Substanzen aus der Umwelt verursacht werden. Eine gezielte homöopathische Einzelmitteltherapie kann Linderung verschaffen oder sogar heilen.

Die medizinische Bezeichnung für Neurodermitis ist atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem. Sie gehört zu den sogenannten atopischen Erkrankungen. Das griechische Wort, atopia, bedeutet so viel wie „Ortlosigkeit“ oder „nicht zuordenbar“. Menschen, die unter einer Atopie leiden, reagieren überempfindlich auf normalerweise harmlose Substanzen aus der Umwelt. Es handelt sich dabei um eine allergische Reaktion des Soforttyps beziehungsweise eine Typ-I-Allergie. Weitere Bezeichnungen sind unter anderen endogenes Ekzem, Neurodermitis atopica, Neurodermitis constitutionalis, chronisch konstitutionelles Ekzem, Neurodermitis diffusa, Asthmaekzem oder Prurigo Besnier. Im neunzehnten Jahrhundert nahm man irrtümlicherweise an, die Ursache dieser Hauterkrankung läge an einer Entzündung der Nerven (=Neuronen). Darauf ist der noch heute geläufige Name, Neurodermitis, zurückzuführen.

In Industriestaaten ist diese Krankheit weit häufiger verbreitet als in anderen Regionen der Erde. In ersteren können bis zu zwanzig Prozent der Kinder und drei Prozent der Erwachsenen betroffen sein. Die Ursachen dafür sind nicht bekannt. Ist die Neurodermitis Umwelteinflüssen oder den zahlreichen Impfungen geschuldet?

Eine chronische Erkrankung – der ganze Körper ist betroffen

Es handelt sich hierbei also um eine Krankheit, die den Körper im Ganzen betrifft und nicht nur einzelne Hautareale. Eine ursächliche Rolle spielen dabei sowohl genetische Faktoren als auch die jeweiligen Substanzen aus der Umwelt. Hinzu kommt ein geschwächtes Immunsystem. Äußere Faktoren, die die Irritationen der Haut verstärken, werden als „Trigger“ bezeichnet. Bei den Patienten kommt es neben den Hautreaktionen auch häufig zu Infektionen. Auch hormonelle Störungen können mit der Neurodermitis vergesellschaftet sein.

Die Haut, unser größtes Sinnesorgan

Die Haut eines Menschen besteht aus circa zwei Milliarden Hautzellen, die für unseren Körper lebenswichtige Aufgaben besitzen. In die Haut sind zahlreiche Sinneszellen eingebettet. Diese ermöglichen uns die Wahrnehmung verschiedener Empfindungen wie Berührung, Temperatur, Schmerz und auch Juckreiz. Die Haut schützt uns auch vor äußeren Einflüssen wie Hitze, Kälte, chemische Stoffe und Strahlen. Durch das Absondern von Talg und Schweiß bildet sie einen sauren Schutzmantel mit einem pH-Wert von 5,0 bis 5,5. Außerdem schützt uns die Haut vor Austrocknung.
Sie ist über die Anpassung der Hautdurchblutung oder Schweißabsonderung auch maßgeblich bei der Regulation unseres Wärmehaushalts beteiligt. Dadurch kann unser Körpermilieu auch bei extremen Außentemperaturen relativ konstant gehalten werden.
Zudem übernimmt die Haut einen erheblichen Teil der Atemfunktion. Man weiß ja, wie fatal sich großflächige Verbrennungen der Haut auf den ganzen Organismus auswirken können.
Schließlich besitzt unsere Haut eine starke Signalfunktion. So ist sie doch meist ein Spiegel unseres Zustandes im Inneren. Und das sind nicht allein Emotionen wie Wut und Schreck, die sich hier in Form von Röte oder Blässe abzeichnen. Gerade wenn die Neurodermitis in der Pubertät auftritt, kann das für die Patienten äußerst belastend sein.

Die Symptome der Neurodermitis

Die Neurodermitis geht mit einer chronischen Erkrankung der Haut einher, die zu einer starken Störung der Barrierefunktionen führen kann. Die Symptome sind eine überempfindliche Haut mit roten, schuppenden Ekzemen. Diese können wund sein, nässen oder sich entzünden. Je nach Schweregrad leiden die Patienten sehr, da die Neurodermitis oftmals von Austrocknung und starkem Juckreiz begleitet wird. Auf letzteren reagieren die Betroffenen dann mit Kratzen, was zu weiteren Irritationen führen kann. Auf der Haut können ferner kleine Knötchen, die sogenannten Prurigo-Papeln, erscheinen. In abgegrenzten Arealen kann sie verdickt und von groben Hautfurchen durchzogen sein. Letzteres wird auch Lichenifikation genannt. Die Finger- oder Zehenkuppen können eine feine Schuppung aufweise.

Meistens besteht bei der Neurodermitis ein Mangel an bestimmten Fetten. Die dadurch resultierende Austrocknung beeinträchtigt auch die verschiedenen Hautfunktionen. Dadurch können Temperaturregulierung, Schweißbildung oder Durchblutung der Haut gestört sein. Auch besteht die Gefahr, dass Keime schneller eindringen und dadurch Infektionen verursachen.

Bei Patienten mit Neurodermitis wird häufig ein tieferer Haaransatz beobachtet und ebenso eine Hautfalte im Bereich der Unterlider. Letztere wird auch Dennie-Morgan-Falte oder Atopiefalte genannt. Diese Falten gelten generell als Zeichen für eine allergische Veranlagung, sind jedoch kein sicheres diagnostisches Anzeichen. Letztlich kennt man bei Neurodermitis-Patienten noch das Phänomen des sogenannten weißen Dermographismus. Dabei wir die Haut bei einer mechanischen Reizung an dieser Stelle nicht rot sondern weiß.

Die atopische Dermatitis tritt in der Regel in Schüben auf. Beschwerdefreie Zeiträume wechseln dabei mit Zeiten ab, in denen die Symptome besonders stark hervortreten.

Die schulmedizinische Behandlung der Neurodermitis

In der Schulmedizin gilt die Neurodermitis als nicht heilbar. Die Therapie zielt hier lediglich auf eine Linderung der Symptome ab. Ein Großteil der Behandlungen geht dabei gegen die Symptome der Hauttrockenheit vor. Es werden jedoch in den meisten Fällen Cremes und Salben verschrieben, die auch das entzündungshemmende Hormon, Cortison, enthalten.

Einige alternative Behandlungsansätze

Hierzu gehören zum Beispiel Phototherapien, bei denen die betroffenen Hautareale mit UV-Licht bestrahlt werden. Auch werden Kuraufenthalte im Hochgebirge oder am Meer empfohlen. Bei manchen Betroffenen kann das Schwimmen im toten Meer mit seinem extrem hohen Salzgehalt Linderung verschaffen. Andererseits wird auch ein Mangel an Mineralstoffen oder Spurenelementen als mögliche äußere Ursache für den Ausbruch der Neurodermitis diskutiert. Daher ist die sogenannte Vitalstofftherapie ein weiterer alternativer Behandlungsansatz. Hier soll der Körper mit allen notwendigen Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen, Mineralstoffen und Spurenelementen reichlich versorgt werden.

Die Rolle der Ernährung

Viele Neurodermitiker leiden zusätzlich zu ihren Hautsymptomen unter verschiedenen Lebensmittelunverträglichkeiten. Nahrungsmittel, die nicht vertragen werden, gilt es hierbei peinlich zu vermeiden. Zu den Faktoren, die eine Entstehung der Neurodermitis begünstigen, gehören auch toxische Substanzen, die mit der Nahrung aufgenommen werden können. Auch Zusatzstoffe in Lebensmitteln oder Geschmacksverstärker können Neurodermitis-Schübe auslösen. Fast Food- oder Fertiggerichte sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Den Patienten wird außerdem geraten, täglich mindestens zwei Liter Wasser zu trinken. Auch sollten die Betroffenen mit dem Rauchen aufhören und auch weitgehend auf Alkohol verzichten.

Da viele Faktoren schon auf das ungeborene Kind einwirken, wird Schwangeren zu besonderer Achtsamkeit geraten. Sie sollten möglichst wenig mit Substanzen in Kontakt kommen, die den Ausbruch der Krankheit provozieren können.

Neurodermitis behandeln – Empfehlungen

Neurodermitis bei Babies und Kleinkindern

Das Erscheinungsbild dieser Erkrankung ist auch vom Lebensalter abhängig. Bei circa sechzig Prozent der Patienten tritt die Neurodermitis bereits im ersten Lebensjahr auf. Bei neunzig Prozent der Betroffenen manifestieren sich die typischen Symptome bis zum fünften Lebensjahr. Im späteren Lebensalter, oftmals mit dem Beginn der Pubertät, verringern sich die Symptome oder sie verschwinden völlig.

Im Säuglingsalter beginnt die Neurodermitis meist mit Milchschorf. Danach findet man die Ekzeme vor allem im Bereich des Gesichtes, des Kopfes und der Streckseiten der Extremitäten. Der Windelbereich ist in der Regel ausgespart. Im Kindes- und auch Erwachsenenalter sind die Ekzeme vor allem im Bereich der Ellen- und Kniebeugen oder der Handrücken anzutreffen.
Babies und Kleinkinder mit Neurodermitis leiden meist sehr stark unter nächtlichem Juckreiz, wodurch ihr Schlaf beeinträchtigt sein kann. Die daraus resultierende Übermüdung am Tage, in Verbindung mit psychischer Gereiztheit, führt dann nicht selten zu einer Verstärkung der Hautsymptome.

Bei Babies, die bereits unter Neurodermitis leiden, besteht die Gefahr, dass sie in späteren Lebensjahren Asthma, Heuschnupfen oder eine andere Erkrankung aus dem atopischen Formenkreis entwickeln.

Neurodermitis im Gesicht

Wie weiter oben beschrieben, tritt die Neurodermitis bei Babies und Kleinkinder meist im Gesicht auf. Jedoch können auch erwachsene Patienten unter atopischer Dermatitis in diesem Bereich leiden. Tritt die Neurodermitis im Gesicht auf, so zeigt die Haut Rötungen beziehungsweise rote Flecken und trocknet stark aus. Besonders im Bereich der Augen kann sich dies sehr unangenehm auswirken. Daher ist es für die Betroffenen besonders wichtig, die Gesichtshaut intensiv zu schützen und zu pflegen.

Die homöopathische Therapie der Neurodermitis

Viele Neurodermitis-Patienten kommen in die homöopathische Praxis nachdem sie bereits eine längere Behandlungskarriere erfolglos hinter sich gebracht haben.

Die klassische Homöopathie von anderen Therapien abgrenzen

Leider ist vielen Betroffenen der Unterschied zwischen einer Behandlung mit sogenannten homöopathischen Komplexpräparaten und der klassischen Homöopathie nicht geläufig. Oft kommt es auch zu Verwechslungen mit der Phytotherapie oder anderen als „homöopathisch“ bezeichneten Therapieformen. Dauerhaft erfolgreich kann die Neurodermitis nur mit einer gezielten, individuellen homöopathischen Einzelmitteltherapie behandelt werden.

Die Bedeutung des Therapeuten

Ein wesentlicher Aspekt für die homöopathische Behandlung ist ihre exakte Durchführung. Das kann in der Regel nur ein sehr erfahrener Therapeut leisten. Wenn man für den jeweiligen Patienten das genau passende Mittel findet, kann man bei der Neurodermitis eine deutliche Besserung erzielen. In vielen Fällen kann sie auch völlig ausgeheilt werden. Letzteres ist übrigens auch bei fast allen anderen chronischen Erkrankungen mit dieser Heilmethode möglich. Hier hat der Patient die Chance, von innen heraus grundlegend gesund zu werden. Die homöopathische Therapie ist zudem völlig frei von Nebenwirkungen.

Fallbeispiel von Dr. Roland Eichler

Dieses Fallbeispiel wurde in dem Buch, Neurodermitis, von Dr. Roland Eichler und Karl Eichler (ISBN 3-88950-100-1) veröffentlicht.

Der 3-jährige Simon leidet an einer besonders schweren Form der Neurodermitis. Die Familienanamnese ergibt keine Hinweise auf eine atopische Belastung in der Familie. Das Ekzem des Kindes trat bereits kurz nach der Geburt auf und wurde bislang mit fett- und kortisonhaltigen Salben behandelt.
Die Ekzeme sind vor allem im Gesicht und hinter den Ohren. Es gibt jedoch auch betroffene Stellen im Nacken, am Rumpf, an den Handgelenken und den Knöcheln. Das Ekzem ist blutig aufgekratzt, verkrustet und nässt. Simon leidet unter furchtbarem Juckreiz. Dieser ist abends und nachts besonders schlimm. Das Ekzem sondert eine wässrige, scharfe und stinkende Flüssigkeit ab. Durch Austrocknung bilden sich dann die Krusten, die er wieder aufkratzt, bis es blutet.

Abends im Bett und nachts im Schlaf schwitzt er sehr stark am Kopf und am ganzen Körper. Auch der Schweiß hat einen intensiven Geruch. Durch das Schwitzen verschlimmert sich der Juckreiz erheblich. Nachts kann man beobachten, wie er dadurch immer unruhiger wird. Schließlich erwacht er und beginnt, sich fürchterlich zu kratzen. Die Mutter berichtet, dass sein unangenehmer Körpergeruch schon beim Eintreten ins Zimmer bemerkbar sei. Er habe auch oft starken Mundgeruch und nächtlichen Speichelfluss. Er schlafe meist auf der linken Seite.

Mehrmals im Jahr und besonders in der kalten Jahreszeit leidet er an Husten und Schnupfen oder Angina. Gegen Kälte ist er empfindlich, aber große Sommerhitze ist ihm auch äußerst unangenehm. Da bleibt er dann lieber im Haus.
Simon ist auch sehr lichtempfindlich und leidet dann unter tränenden Augen.

Große Angst hat er im Dunkeln. Auch fürchtet er, man könne ihn alleine lassen. Die Mutter sagt, er sei ein ziemlich empfindliches Kind und weine auch schnell. Oft jammere er einfach unzufrieden herum. Alleine mit seinen Sachen zu spielen, falle ihm sehr schwer.

Sein Appetit ist recht gut, wobei er Obst, Zucker und süße Limonade liebt aber ebenso gerne geräuchertes Fleisch isst. Auch hat er viel Durst auf kalte Getränke.

Simon bekam das homöopathische Mittel, Mercurius solubilis in aufsteigenden Hochpotenzen. Mercurius solubilis ist homöopathisch potenziertes, schwarzes Quecksilberoxid.
Innerhalb von 4 Monaten verbesserte sich sein Hautzustand vor allem im Gesicht erheblich. Rumpf und Extremitäten blieben zunächst noch unverändert. Seine Ängste und die Unzufriedenheiten hatten sich in dieser Zeit ebenfalls gebessert.
Wieder einige Wochen später kam es zu einem Schnupfen mit eitrigen Sekreten und wunden Nasenlöchern. Auch die Ekzeme verschlimmerten sich dann wieder. So bekam er erneut Mercurius solublilis worauf eine wesentliche Besserung eintrat.
Mit weiteren vereinzelten Arzneigaben in den darauffolgenden Monaten konnte das Ekzem zur vollständigen Abheilung gebracht werden.
In der bisher zwölfjährigen Nachbeobachtungszeit ist kein Rückfall mehr aufgetreten. Es geht ihm sehr gut.

Fallbeispiel von Dr. Susanne Braun

In die Praxis kommt eine 38-jährige Frau mit Neurodermitis. Der ganze Oberkörper ist mit Ekzemen übersät. Besonders betroffen sind Hände, Unterarme und Ellenbeugen. Auch an den Schienbeinen und in den Kniekehlen treten immer wieder Ekzemstellen auf. Die Haut ist trocken und rau. Manchmal erscheint eine Gänsehaut. An den Handflächen gibt es kleine Bläschen. In den akuten Phasen ist die Haut heiß, hart, gespannt und teilweise auch rissig oder schuppend. Es juckt vor allem abends und nachts fürchterlich. Wenn die Haut in einem schlechten Zustand ist, dann wacht die Patientin nachts fast alle zwei Stunden mit einem schrecklichen Juckreiz auf. Am schlimmsten ist ihre Haut vor dem Eisprung und der Menstruation. Ein wenig Linderung gibt es, wenn sie sich mit einem kühlen, feuchten Lappen abwischt oder an der frischen Luft aufhält.

Schon seit ihrer Kindheit kämpft die Patientin mit Hautproblemen. Während der Pubertät gab es weniger Ekzeme. Dafür litt sie zu dieser Zeit unter starker Akne mit fettiger und großporiger Haut. Sie hat schon viele verschiedene Behandlungen durchgeführt. Auch lange Phasen mit Kortisontherapie liegen hinter ihr. Es half jedoch alles immer nur kurzzeitig.

Die Patientin beschreibt sich selbst als einen Menschen, dem es schwer fällt, sich gegen andere abzugrenzen. Sie hat oft das Gefühl, dass andere Leute ihr zu nahe treten. Sie soll dann Dinge tun, die sie gar nicht will. Auch schafft sie es kaum, ihre eigenen Bedürfnisse zu äußern. Andererseits hat sie ein großes Verlangen nach Geborgenheit und sicheren Verhältnissen und fürchtet, von anderen enttäuscht oder gekränkt zu werden. In einer Beziehung ist ihr die Harmonie besonders wichtig. Dafür ordnet sie sich bei anderen auch eher unter. Bei Kummer zieht sie sich zurück, weint alleine und will von niemandem getröstet werden. Generell ist sie auch gerne allein, geht dann in den Wald und genießt die Natur.

In ihrer Kindheit fühlte sie sich von ihrer Mutter auf eine freundliche Art unterdrückt und in Abhängigkeit gehalten. Im Grunde konnte sie ihrer Mutter nichts recht machen. Vor allem entsprach sie nicht dem geforderten Bild vom netten und artigen Mädchen.
Als sie 16 Jahre alt war, ist ihr Bruder, den sie sehr geliebt hatte, plötzlich verstorben. Die Patientin litt extrem stark unter diesem Verlust, empfand tiefe Trauer und fühlte sich allein und verlassen. Auch empfand sie es als eine Bürde, nun ganz alleine für ihre Eltern verantwortlich zu sein. Dadurch wurde sie zeitweise richtig depressiv. Nach dem Tod des Bruders trat zum ersten Mal das Ekzem zwischen den Fingern auf.

Das homöopathische Mittel, Natrium muriaticum, in der Potenz C200 bewirkte nach einer kurzzeitigen Verschlechterung des Hautzustandes eine deutliche Besserung. Fünf Monate nach der ersten Einnahme dieser Arznei war ihre Haut komplett geheilt. Auch ihr seelischer Zustand veränderte sich mit der Zeit erheblich. Sie berichtete von zunehmenden Glücksgefühlen und einem Empfinden von Leichtigkeit und Freiheit. Auch vier Jahre nach dem Beginn der homöopathischen Behandlung fühlte sich die Patientin immer noch sehr gut. Die Neurodermitis ist nicht wieder aufgetreten.

Durch Potenzierung wird eine Substanz zum Arzneimittel

Die Ursubstanz des homöopathischen Mittels, Natrium muriaticum, ist Kochsalz oder Natriumchlorid, was wir meist täglich zu uns nehmen. Natriumchlorid besteht aus einem Natrium- und einem Chloridion. Am Beispiel dieses Falles zeigt sich deutlich, welch große Veränderung die homöopathische Potenzierung (L.z.Homöopathie Einf.) einer Substanz bewirkt. Kochsalz hatte die Patientin vor der homöopathischen Behandlung ja auch schon zur Genüge zu sich genommen.

Das homöopathische Mittel Natrium muriaticum

Bei Natrium muriaticum geht es um die Entwicklung der Identität. Menschen, die eine Natriumverbindung als homöopathisches Mittel benötigen, haben noch keine eigene Identität ausgeformt. Bei „Chlor“ geht es um eine Identität, die von derjenigen der Bezugspersonen völlig entgegengesetzt ist. Sie haben das Gefühl, das Gegenteil der anderen Person zu sein. Das Hauptgefühl bei den Chloriden ist der Vertrauensbruch. Daher fühlen sich Menschen, denen die Arznei Natrium muriaticum helfen kann, von Personen, mit welchen sie in enger Beziehung stehen, enttäuscht oder im Stich gelassen.

Neurodermitis erfolgreich behandeln mit Homöopathie
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