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Im letzten Artikel über vegane Ernährung, wurden in erster Linie die gesundheitlichen Vorteile der fleischlosen Kost dargestellt. Dabei ist der gänzliche Verzicht auf tierische Produkte sicherlich am gesündesten. Denn auch der Verzehr von Eiern, Milch und Milchprodukten birgt, wie geschildert, diverse Risiken in sich. Eine vegetarische Ernährung kann diese Produkte dabei mit enthalten. Menschen, die ihre Ernährung auf vegetarische oder vegane Kost umgestellt haben, berichten nicht allein über eine Verbesserung ihrer körperlichen Gesundheit. Sie sprechen auch von einem Wohlbefinden, welches die geistigen und seelischen Aspekte mit einschließt und dazu Kreativität und Konzentrationsfähigkeit erhöht.
Einige der hier gegebenen Informationen habe ich dem Buch, „Vegetarisch leben“ von Armin Risi und Ronald Zürrer entnommen.

Ist die massenhafte Fleischproduktion mit ethischen Grundsätzen vereinbar?

„Das Zeitalter, das wir das Goldene benannt haben, war gesegnet mit den Früchten der Bäume und mit den Kräutern, welche die Erde hervorbringt und der Mund der Menschen wurde nicht mit Blut befleckt. Damals bewegten die Vögel ihre Schwingen sicher in den Lüften, und der Hase durchstreifte das freie Feld ohne Furcht. Damals wurde der Fisch nicht das arglose Opfer des Menschen. Jeder Ort war ohne Verrat, keine Ungerechtigkeit herrschte, und alles war von Frieden erfüllt. In späteren Zeitaltern schmähte und verachtete ein Unheilstifter diese reine, einfache Nahrung und versenkte in seinen gefräßigen Wanst Speisen, die von Leichnamen herrührten. Damit öffnete er zugleich der Schlechtigkeit den Weg.“
Ovid, klassischer römischer Dichter, 43 v.Chr. bis 17 n.Chr.

Ressourcen- und Geldverschwendung

Essen wir Fleisch, so gehören wir zu den wenigeren Menschen, die sich auf Kosten vieler anderer ernähren. Die vielen anderen sind dabei in erster Linie Menschen, die in den sogenannten Entwicklungsländern leben. Weltweit wird ca. 40% der gesamten Getreideernte an das Vieh verfüttert. Die Futtermenge, die alle Schlachttiere der Welt verbrauchen, entspricht einem Kalorienbedarf, der den der gesamten Weltbevölkerung übersteigt (Das Brot des Siegers, Lamuv Verlag, 1986, Taschenbuch ISBN: 3889770002). Hochwertige pflanzliche Nahrungsmittel auf dem Umweg über die Tiermast in Fleisch zu verwandeln, ist die denkbar schlechteste Form der Bodennutzung. Dazu ist sie äußerst verschwenderisch. Zur Produktion eines einzigen Steaks wird so viel Pflanzenenergie benötigt, wie man bräuchte, um vierzig hungernde Menschen zu ernähren.
Profiteure dieser Verschwendung sind wenige finanzstarke Konzerne, die seit dem zweiten Weltkrieg damit begannen, landwirtschaftliche Kleinbetriebe aufzukaufen. Dadurch schufen sie riesige Großplantagen mit Monokulturen. Die immens hohen Getreideerträge konnten hierbei nur mit Hightech Maschinen, Agrargiften und chemischem Dünger erzielt werden. Getreideüberschüsse gelangten dann in die Tiermast und das Fleisch wurde gewinnbringend verkauft. Bis heute hat sich an dieser Politik leider nichts geändert. Im Gegenteil, die Fleischproduktion wird mit EU-Subventionen in Milliardenhöhe gefördert. Bauern, die lediglich Obst und Getreide produzieren, haben oftmals Mühe, von ihrem Erwirtschafteten zu überleben. Eine solche Politik schadet unserer Erde in erheblichem Maße und zerstört das natürliche Gleichgewicht. Die Folgen sind eine ständige Erhöhung des Düngemittel- und Pestizideinsatzes. Und das führt zu immer neuen Krankheiten bei Pflanzen und Tieren und in letzter Instanz auch des Menschen. Auch der Einsatz von genmanipuliertem Saatgut wird das ökologische Gleichgewicht unserer Natur wohl in noch größerem und bisher unüberschaubarem Maße stören. Zudem schreit die zum Zwecke der Preisstabilität massenhafte Vernichtung ressourcenintensiv produzierter Nahrungsmittel regelrecht zum Himmel.

Menschen in Entwicklungsländern müssen hungern

„Diesen fürchterliche Massenmord will ich nicht mehr mitmachen. Kein Fleisch zu essen ist ein minimaler Anfang.“
Prof. Jean Ziegler, Sonderberichterstatter der UNO-Menschenrechtskommission von 2000 bis 2008

Eine große Menge an Futtermitteln wird auf den landwirtschaftlichen Flächen der sogenannten Entwicklungsländer angebaut. Große Viehherden haben zudem einen riesigen Wasserverbrauch, der den Grundwasserspiegel der betroffenen Länder sinken lässt. Letzten Endes führt das bei den Bewohnern neben der Abhängigkeit von finanzstarken Importeuren, zur Verschuldung und Verarmung. Die Folgen sind durch Nahrungsmittelknappheit verursachte Unterernährung und Hungertod. Bekannt ist ja, dass jeden Tag zehntausende Kinder unserer Welt an Unterernährung sterben. An diesem Welthungerproblem leiden seit Jahrzehnten rund drei Viertel der Erdbevölkerung. Nicht allein von Seiten der weltweit größten Tierschützer- und Vegetarier-Vereinigung, PETA, wird dies als ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet. Die Gründe für das Hungerproblem sind dabei nicht in der großen Erdbevölkerung zu suchen. Eine Lösung kann letztendlich nur durch eine gerechtere Verteilung und die Beendigung des Missbrauchs von Nahrungsmitteln erreicht werden. Denn die weltweit erzielten Erträge könnten mit Leichtigkeit alle Bewohner dieser Erde ernähren. Das Problem entsteht erst, wenn wir diese ungerecht verteilen und die Nahrung an Schlachttiere verfüttern.

Die Zerstörung unserer Lebensgrundlage

Die Abholzung des tropischen Regenwaldes bewirkt, dass sich der größte Sauerstofflieferant unseres Planeten bereits um mehr als 70% verringert hat. Neben den Interessen der Holz- und Papierindustrie dienen die gerodeten Flächen dem Anbau der für die riesigen Rinderfarmen benötigten Futtermittel. Der gewaltige weltweite Nutztierbestand führt zudem zu einem immensen Aufkommen an Tierexkrementen (Spektrum der Wissenschaft, Mai 2005). Wird die Gülle auf den Feldern entsorgt, hat das wiederum eine Überdüngung und die Abtötung des natürlichen Mikroorganismen-Bestandes zur Folge. Das vermindert die Fruchtbarkeit unserer Böden in erheblichem Maße. Die Artenvielfalt wird dadurch zunehmend reduziert und so verschwinden jährlich Arten in fünfstelliger Größenordnung unwiderruflich von der Erde (Der Fischer Weltalmanach 2004).
Diese Art der Landwirtschaft hat bekanntermaßen auch einen immensen Wasserverbrauch und die Verschmutzung unserer Gewässer zur Folge. Der Jauche und den Exkrementen der Massentierhaltung entweichen zudem Unmengen von Treibhausgasen wie beispielsweise CO2, Methan, Ammoniak und Lachgas. All dies beeinträchtigt letztendlich wiederum die Qualität unserer Lebensmittel und schließlich auch unsere Gesundheit. Die Massentierhaltung schädigt unsere Atmosphäre und das ökologische Gleichgewicht offenbar in stärkerem Maße als das gesamte Transportwesen. Sie ist somit für das Klima schädlicher als der Verkehr (Fleischatlas 2014 – Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel)). Katastrophen infolge Umweltzerstörung, Wetterextremen oder Überschwemmungen sind der Preis, den die Menschheit für ihren Raubbau zu bezahlen hat. Zudem ist bekannt, dass in den USA circa 80% aller erzeugten Antibiotika für die Massentierhaltung benötigt werden. Dies ist nun wiederum ein Aspekt, der unsere Gesundheit in hohem Maße gefährden kann.

„Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmste von allen.“
Aristoteles, griechischer Philosoph und Naturforscher (384 – 322 v.Chr.)

Grausamkeit gegenüber den Tieren

„Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.“
Wilhelm Busch, deutscher Dichter und Zeichner (1832 – 1908)

Weltweit werden jährlich über 50 Milliarden Stall- und Weidetiere und Billionen von Fischen für den Verzehr der fleischessenden Menschen geschlachtet. Davor werden die Schlachttiere meist unter völlig unwürdigen, artfremden und qualvollen Bedingungen gefangen gehalten und gemästet. Auch die Tiertransporte von den Mastbetrieben zu den Schlachthöfen erfolgen häufig unter barbarischen Bedingungen. Das hat zur Folge, dass etliche Tiere den Transport gar nicht überleben. Der Akt der Ermordung eines Tieres wird immer von panischer Angst und Schrecken des Opfers begleitet. Diese Todesangst wird auch in den Zellen der Schlachttiere gespeichert. Und so nehmen wir als Fleischesser eine Nahrung zu uns, die von Leiden, Folter, Schrecken und Angst gekennzeichnet ist. Wohl bekomm’s! Ein Unrecht bleibt es auch dann, wenn die große Mehrheit es verübt und es ein Teil unserer gewohnheitsmäßigen Lebensführung ist.

„Die Grausamkeit gegen die Tiere ist der Pflicht des Menschen gegen sich selbst entgegengesetzt.“
Immanuel Kant, deutscher Philosoph (1724 – 1804)

Der spirituelle Aspekt einer fleischlosen Ernährung

Die Tötung von Tieren ist ein unethisches Verhalten

Ein unethisches Verhalten, wie die direkte oder indirekte Tötung von Tieren, widersetzt sich den Erkenntnissen von den höheren Gesetzmäßigkeiten des Lebens. Es widersetzt sich somit einer ganzheitlichen und harmonischen Lebenseinstellung. Ein solches Tun steht immer im Widerspruch zu der natürlichen Ordnung der Schöpfung, ist demnach also schöpfungswidrig. Mit den massenhaften Tiertötungen erdreistet sich der Menschen, in die Schöpfung einzugreifen. Mit welchem Recht? Und welche Konsequenzen hat das auch für unsere seelische Gesundheit?

In Indien wird eine Lebenseinstellung, die der Schöpfung gemäß handelt, als Ahimsa bezeichnet, was Nichtverletzen oder Nichttöten bedeutet. Ahimsa entspricht einer Lebensweise, die für Liebe, Mitgefühl, Toleranz und Respekt steht. Keinem lebenden Geschöpf soll dabei geschadet werden. Und das führt dann in logischer Konsequenz zu einer Ernährung, die auf den Verzehr von Fleisch verzichtet. Viele Vegetarier oder Veganer essen deshalb nicht allein aus gesundheitlichen Gründen kein Fleisch. Sie lehnen meist auch jegliche Gewalt gegen Tiere ab und leisten dadurch einen Beitrag zu einer friedlicheren und verantwortungsbewussten Gesellschaft.
Die meisten Menschen, die Fleisch essen überdenken ihre Ernährungsgewohnheiten nicht. Sie argumentieren im Sinne von: „Wir haben immer schon Fleisch gegessen und es schmeckt uns!“ Dadurch machen sie sich jedoch ihre eigene Mitverantwortung für alles Übel, welches mit der Fleischproduktion einhergeht, nicht bewusst. Das schützt sie dann allerdings nicht vor den Konsequenzen.

„Werdet ihr nicht der Fluch beladenen Schlachtung ein Ende bereiten? Seht ihr nicht, dass ihr euch in blinder Unwissenheit der Seele selbst zerstört?“
Empedokles, griechischer Naturphilosoph, Dichter und Prophet (495 – 435 v.Chr.)

Das Gesetz von Ursache und Wirkung

Die von dem englischen Naturforscher, Isaak Newton (1642 – 1726), begründetet klassische Mechanik bezeichnet in ihrem dritten Axiom das Gesetz von Aktion und Reaktion. Dieses Naturgesetz ist für alle Bereiche des menschlichen Tuns anwendbar. Genauso besagt das Gesetz des Karma, dass jegliche Tat oder Aktion auch eine Reaktion oder Folge nach sich zieht. Jede gesetzte Ursache zieht also gemäß den kosmischen Gesetzen eine entsprechende Wirkung nach sich. Das bedeutet, dass der Mensch für seinen Umgang mit den Schlachttieren die Verantwortung übernehmen und alle unvermeidbaren Konsequenzen tragen muss. Durch die Tötung eines Tieres entziehen wir der Tierseele vorzeitig ihren Körper. Erfolgen solche Tötungen massenhaft und ohne dringende Überlebensnotwendigkeit, so muss das Folgen haben. Und die Folgen bekommen wir als Menschheit ja auch zunehmend in Form von Naturkatastrophen, Seuchen, Epidemien und Kriegen zu spüren.

Schwingungserhöhung durch eine vegetarische oder vegane Ernährung

„Rein durch ihre physische Wirkung auf das menschliche Temperament würde die vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschheit äußerst positiv beeinflussen können.“
„So lebe ich fettlos, fleischlos, fischlos dahin, fühle mich aber ganz wohl dabei. Fast scheint mir, dass der Mensch gar nicht als Raubtier geboren ist.“
Alber Einstein, deutsch-amerikanischer Physiker (1879 – 1955)

Der Physiker, Albert Einstein, gab uns mit seiner berühmten Formel, E=mxc2 die Erkenntnis, dass Masse und Energie ineinander umgewandelt werden können. Die von der materiellen Wissenschaft nicht anerkannte physikalische Radiästhesie geht davon aus, dass allen physikalischen Objekten Schwingungen zugrunde liegen. Der französische Physiker und Radiästhesist, Alfred Bovis, (1871 – 1947) hat die Lebensenergie von Materie in sogenannten Boviseinheiten gemessen. Dabei kam er zu dem Schluss, dass diejenige Masse, welche eine höhere Energie hat, auch höher schwingt. Ein gesunder Mensch habe dabei eine Boviseinheit von circa 7000. Lebensmittel haben demgemäß ganz verschiedene Boviseinheiten. Frisches Obst oder Gemüse in Bioqualität sollen dabei Boviseinheiten von bis zu 10.000 haben. Das bedeute, dass sie uns Lebensenergie geben können. Fleisch hingegen habe weit unter 7000 Boviseinheiten. Eine niedrig schwingende Ernährung könne somit, neben den körperlichen Nachteilen, auch einen sehr schädlichen Einfluss auf unseren Geist ausüben. Wollen wir uns als spirituelle Menschen fortentwickeln, so ist die fleischlose Ernährung demnach in jedem Fall vorzuziehen.

Fleischlose Ernährung – Spirituelle Bedeutung
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Fleischlose Ernährung - Spirituelle Bedeutung
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