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Die Sendung „Neo Magazin Royale“ vom 13.06.2019

In der Sendung „Neo Magazin Royale“ am 13.06.2019 zieht Jan Böhmermann in weniger satirischer als polemischer Manier über die Homöopathie her. Mit immer wiederholten Slogans wie „verdünnen, schütteln, Scheiße labern“ sollte Zuschauern klar gemacht werden, dass Homöopathie überhaupt nicht wirken kann. Hierbei handele es sich lediglich um ganz dummes, wirkungsloses Zeug, „geschüttelter Quatsch“. Es sei Pseudomedizin und Aberglaube könne nicht heilen. Böhmermann wiederholt mindestens zehn Mal, dass Homöopathie nicht über den Placeboeffekt hinaus wirke. Auch behauptet er hier, dass es bisher noch nicht erreicht wurde, die Wirkungsweise der Homöopathie in klinischen Studien zu belegen. Und das ist eindeutig falsch. Auf die Spitze wurde die Homöopathie- und Homöopathen- Verunglimpfung dann durch die Aussage getrieben, dass „im dritten Reich einerseits die Nationalsozialisten Interesse an der Homöopathie gezeigt hätten, andererseits aber auch die Homöopathen am Nationalsozialismus“. Wer, der dem Glauben schenkt, will denn da noch etwas mit Homöopathie oder vermeintlichen Nazi-Homöopathen zu tun haben? So wird man als Nutzer am Ende auch in die politisch rechte Ecke gedrängt? Ja, solche Aussagen müssen beim Zuschauer doch Wirkung zeigen! Hier geht es also lediglich um öffentliche Rufschädigung der Homöopathie.

Die öffentlichen Medien berichten einheitlich negativ über Homöopathie

In den Berichten der öffentlichen Medien gilt immer die Aussage, Homöopathie helfe nicht über den Placeboeffekt hinaus. Grundsätzlich wäre ja schon ein Placeboeffekt nicht zu verachten, wenn damit Schmerzen, physische oder auch psychische Erkrankungen verschwinden. Dennoch ist es heute erwiesen, dass die Wirkung der Homöopathie durchaus über den Placeboeffekt hinaus geht. Eine Studienübersicht, veröffentlicht vom Deutschen Zentralverein Homöopathischer Ärzte, enthält dieses PDF. So kann sich der geneigte Leser von der Effizienz der Homöopathie und der umfangreichen Studienlage überzeugen. Hier wird beispielsweise über eine Doppelblindstudie berichtet, die die Wirkung von Homöopathie bei hyperaktiven Kindern belegt. Symptome des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms (ADS) sind Hyperaktivität, Impulsivität, Ängstlichkeit und auch Schüchternheit. Diese haben sich unter der homöopathischen Therapie um 37 bis 63% verringert. Auch das Lernverhalten der betroffenen Kinder verbesserte sich. Ebenso wird über eine Effizienz der homöopathischen Therapie in der Intensivmedizin berichtet. Darüber hinaus konnten auch die Erfolge bei der homöopathischen Heuschnupfentherapie auf eine Wirksamkeit der verabreichten Arzneien zurückgeführt werden. Und das sind nur wenige Beispiele.
Die Homöopathie ist somit eine immer besser erforschte Heilmethode. Studien können auch in den Datenbanken der Carstens-Stiftung eingesehen werden.

Doch die Aussagen in der Öffentlichkeit decken sich mit den Studienergebnissen keinesfalls. Es heißt vielfach, die Anhänger der Homöopathie würden bei ihrer Beurteilung der homöopathischen Behandlung grundlegende Denkfehler begehen. Immer wieder wird gebetsmühlenartig behauptet, vermeintliche Heilerfolge beruhten nur auf dem Placeboeffekt. Auch wird darauf hingewiesen, dass die Wirksamkeit einer Behandlung nur mit wissenschaftlichen Studien belegt werden kann. Das bedeutet, persönliche Heilerfolge, auch wenn sie noch so zahlreich erscheinen, seien noch lange kein Beweis für die Wirkung. Und damit müsse man von der homöopathischen Therapie Abstand nehmen.

Die Anerkennung des homöopathischen Wirkungsprinzips würde einen Paradigmenwechsel erfordern

Ende 2018 unterzeichneten 39 Professoren in der Zeitschrift für Onkologie einen Beitrag von Prof. Dr. med. Peter F. Matthiessen (verstorben im Frühjahr 2019). Hierin wurde geschrieben, dass die therapeutische Wirksamkeit der Homöopathie trotz der Evidenz vieler Publikationen in der Öffentlichkeit geleugnet wird. Der Grund dafür wird in der fehlenden Plausibilität der Wirkprinzipien gesehen. Das bedeutet im Grunde, dass weite Teile der Gesellschaft im Falle der auch öffentlich bewiesenen Wirksamkeit der Homöopathie, umdenken müssten. Und das gilt vor allem für die homöopathischen Hochpotenzen, die ja keine materiellen Bestandteile der Ursubstanz mehr beinhalten. Hierbei wäre ein regelrechter Paradigmenwechsel vonnöten. Ein Wechsel von der rein materialistischen Denkweise hin zur Anerkennung energetischer Wirkprinzipien oder auch der Wirkung reiner Information. Letzteres gilt ja besonders für die Homöopathie. Auch wird in den Medien tunlichst vermieden, über das Wirkprinzip des Placeboeffektes an sich zu reflektieren. Denn im Grunde ist dieser Effekt ja bereits ein Beweis für nichtstoffliche Heilwirkungen.

Das Informationsnetzwerk Homöopathie (INH)

Die Aufgabe des Informationsnetzwerkes Homöopathie (INH) sei es scheinbar, die Bevölkerung über die Hintergründe der Homöopathie aufzuklären. Recherchen des Deutschen Homöopathie-Forums ergaben jedoch, dass das INH Teil der Anti-Homöopathie-Kampagne darstellt. Das erklärte Ziel dieser Kampagne, zusammen mit der Skeptizisten-Organisation, GWUP, ist eine umfassende Verdrängung der Homöopathie. Und zwar soll diese Heilweise aus dem gesamten Gesundheitssystem, aus den Praxen, den Apotheken und auch den Hochschulen verbannt werden. Lesen Sie dazu auch meinen Artikel, Homöopathie- Stellung im Gesundheitssystem.

Die Homöopathie hat einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft

In der Tat haben fast 60% der Deutschen bereits Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht (Kantar TNS Repräsentative Befragung Bevölkerung 2018). Dabei konnte die homöopathische Therapie, laut Patientenaussagen, den Menschen besonders gut bei chronischen Erkrankungen helfen.
Auf dem großen internationalen Wissenschaftskongress im Juni 2019 in London wurde auch die neueste Homöopathie-Forschung diskutiert. Daraus resultierte die einvernehmliche Aussage, dass man an der Wirksamkeit der Homöopathie nicht zweifeln könne. Dies gelänge nur, wenn man 90% der klinischen Studien zur Homöopathie ignoriere und nicht auswerte. Es gibt sechs Meta-Analysen (also übergreifende Studien) von denen fünf positiv waren.
Doch ist eine florierende homöopathische Therapie auch im Interesse der ganzen Gesellschaft? Der Medizinhistoriker, Martin Dinges von der Bosch-Stiftung geht nicht davon aus. Er meint, hinter der Homöopathie-Kritik stünden meist die Lobbyisten der Pharmaindustrie. Homöopathie ist im Grunde eine sehr preisgünstige Therapie, abgesehen vom Arbeitsaufwand des Therapeuten. Zumindest gilt dies für die homöopathischen Arzneien, die für wenige Euro (eine tausender Potenz kostet circa 10 Euro und nicht 40, wie das Böhmermann in der Neo Royal-Sendung behauptet hat) erworben werden können. Damit kann die Industrie nicht annähernd so hohe Gewinne kreieren wie mit den meisten anderen Arzneien.

Wollen wir Beweise oder Gesundheit?

An dieser Stelle könnten wir uns auch noch folgendes fragen: Wollen wir grundsätzlich Recht haben oder liegt uns unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen am Herzen? Wir brauchen eine Medizin, die wirkt und nicht vorrangig eine solche, die wissenschaftliche Beweise liefert. Medizin ist ja im Grunde keine Naturwissenschaft. Sie ist vielmehr eine Erfahrungswissenschaft, in die Erkenntnisse aus den verschiedensten Bereichen einbezogen werden. Auch die tägliche Arbeit in einer schulmedizinischen Praxis gründet sich meist nur zu einem geringen Prozentsatz auf evidenzbasierte Methoden. Denn hier sollte der Mensch im Vordergrund stehen. Und auch die Wahl der Therapierichtung sollte vom Patienten selbst entschieden werden können. Doch leider wird sein eigenes Gespür und Urteilsvermögen massiv gestört, wenn er permanent mit solch manipulativen Sendungen und Berichten konfrontiert wird.

Und sie hilft doch! Stellungnahme zur Homöopathie-Kritik
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