Zur weiteren Vertiefung der Kenntnisse über die Heilsteine ist die analytische Steinheilkunde sehr hilfreich. Dies ist die beste Methode, den geeignetsten Stein für ein bestimmtes Lebensthema herauszufinden. Heilsteine können über Bildungsarten, Kristallsysteme und Mineralklassen einerseits und ihren Mineralstoffgehalt beziehungsweise ihrer Farbe andererseits sehr treffend einer bestimmten Person zugeordnet werden. Viele Anregungen zu diesem Artikel wurden den Büchern „Die Steinheilkunde“ von Michael Gienger und dem Buch „Enzyklopädie der Steinheilkunde“ von Werner Kühni und Walter von Holst entnommen. Hier finden Sie auch die notwendigen tabellarischen Auflistungen der nach den hier genannten Klassifizierungen geordneten Mineralen.

Die drei Bildungsprinzipien von Mineralen

In der Steinheilkunde unterscheidet man die primäre, die sekundäre und eine tertiäre Bildungsweise von Mineralen.

Das primäre Bildungsprinzip

Minerale können direkt aus der heißen Gesteinsschmelze von mehreren tausend Grad Celsius im Inneren der Erde, dem sogenannten Magma entstehen. Dabei beginnen sich im Verlauf der Abkühlung und Verfestigung des Magmas enthaltene Stoffe abzuscheiden. Diese können dann zu Kristallen heranwachsen. Ein Mineral besteht dabei aus einem einheitlichen Stoff. Gesteine sind im Gegensatz dazu ein Gemisch von verschiedenen Stoffen. Die Entstehung der Minerale werden dabei zum einen, durch die im jeweiligen Magma enthaltenen chemischen Elemente beeinflusst. Andererseits beeinflussen räumliche Gegebenheiten sowie die Verhältnisse von Druck und Hitze die Entwicklung der Minerale. Eine entscheidende Rolle spielen dabei auch zeitliche Faktoren, vor allem die Geschwindigkeit in welcher sich das Magma abkühlt.

Mögliche Heilwirkungen der Primär-Minerale

Im Rahmen unserer mitgebrachten Veranlagungen, können uns diese Mineralien dabei helfen, unser inneres Potential zu entfalten und weiter zu entwickeln. Sie unterstützen uns bei jedem neuen Lebensabschnitt, bei neuen Eindrücken oder Anforderungen. Sie fördern die hier notwendigen Wachstumsprozesse und helfen beim Auftreten möglicher Krankheiten.

Das sekundäre Bildungsprinzip

Beim sekundären Bildungsprinzip handelt es sich um einen Vorgang, bei dem neue Mineralstoffe dadurch entstehen, dass festes Gestein durch Umwelteinflüsse aufgelöst wird. Selbst Berge werden durch den Einfluss von Verwitterung durch Frost, Wind, Sonne, Hitze, Kälte oder Regen mit der Zeit abgetragen. Das entstehende Geröll gelangt in Bäche und Flüsse. Aus den Ablagerungen, den Sedimenten, können sich im Laufe der Zeit neue Steine bilden. Doch es können sich auch auf der Erdoberfläche direkt durch Verwitterungen neue Mineralien bilden.

Mögliche Heilwirkungen der Sekundär-Minerale

Da diese Mineralien durch Umwelteinflüsse entstanden sind, können sie uns auch dann als Heilsteine dienen, wenn unsere Problematik auf Einflüsse von außen zurückzuführen ist. Das können schmerzliche, prägende Erfahrungen in der Vergangenheit oder Kindheitserlebnisse sein. Auch starre Muster, verinnerlichte Vorstellungen oder Überzeugungen und Weltanschauungen oder fest eingeprägte Glaubenssätze können uns blockieren. Der passende Stein hilft uns, solche belastenden Muster und Prägungen aufzudecken, sie bewusst zu machen und auch wieder aufzulösen. Auch kann er bei Krankheiten, welche durch Umwelteinflüsse entstanden sind, eine heilende Wirkung ausüben.

Das tertiäre Bildungsprinzip

Das tertiäre Bildungssystem stellt eine Neubildung von Mineralien durch Gesteinsumformungen dar, welche unter großem Druck und Hitze erfolgen. Derartige Bedingungen herrschen im Erdinneren in einer Schicht oberhalb des Magmas. Durch die Bewegungen der einzelnen Schollen der Erdkruste kommt es durch riesige Kräfte im Erdinneren zu den sogenannten Auffaltungen. In diesen Bereichen werden Gesteine unter massivem Druck und unter der Einwirkung großer Hitze umstrukturiert und Kristalle neu geordnet. Die Gesteine werden dabei allerdings nicht eingeschmolzen. Diese Umbildung beziehungsweise Neuordnung wird auch Metamorphose, also Gestaltwandlung genannt. Die neu gebildeten Mineralien bezeichnet man daher als metamorphe Mineralien oder Tertiär-Mineralien.

Mögliche Heilwirkungen der Tertiär-Minerale

Diese Mineralien können nun, entsprechend ihres Bildungsprinzips, auch innere Umwandlungsprozesse bei uns Menschen anregen. Dadurch erleichtern sie uns zu erkennen, welche Richtung wir in unserem Leben fortan einschlagen sollten. Auch zeigen sie uns, wo es ratsam ist, von Dingen oder Menschen Abstand zu nehmen. Sie helfen uns auch, wenn wir aus Angst bisher versäumt haben, nötige Veränderungen in unserem Leben zu vollführen. Auch bei unausweichlichen Veränderungen, wo wir das Unbekannte fürchten und nicht wissen, was uns erwartet, sind diese Heilsteine angezeigt. Auch die Heilung von Krankheiten in diesen Situationen kann durch sie unterstützt werden.

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Die Kristallstruktur der Minerale

Die Atome und Moleküle der Minerale sind in geometrischen Mustern angeordnet. Dieses  ergibt das typische Kristallgitter beziehungsweise die Kristallstruktur des Minerals. Mathematische Gesetzmäßigkeiten wie die sogenannte Winkelkonstanz erlauben es den Kristallstrukturen eines Minerals nur in acht verschiedenen Formen aufzutreten. Die jeweilige Kristallform stellt für das Herausfinden eines Heilsteines daher auch ein sehr verlässliches Merkmal dar. Diese verschiedenen Kristallstrukturen sind entweder kubisch, hexagonal, trigonal, tetragonal, rhombisch, monoklin, triklin oder amorph. Wobei die amorphe Struktur eine Ausnahme darstellt, da sie im Grunde keine innere Struktur darstellt, also gestaltlos ist. Dem amorphen Zustand liegen Entstehungsbedingungen zugrunde, wo der zeitliche Rahmen für die Ausbildung einer kristallinen Struktur nicht gegeben war.

Durch seine langjährige Arbeit mit den Mineralien und deren Heilwirkungen, gelang es Michael Gienger nun, jedem dieser möglichen Kristallstrukturen einen ganz spezifischen Persönlichkeitstypus, von ihm auch Lebensstil genannt, zuzuordnen. Auch dies beschreibt er sehr ausführlich in dem Buch „Die Steinheilkunde“.
In den folgenden Artikeln über einzelne Mineralien soll dann auf den jeweiligen Persönlichkeitstypus entsprechend der gegebenen Kristallstruktur näher eingegangen werden.
Durch unseren Persönlichkeitstypus oder unseren Lebensstil können wir in unserem Leben große Einschränkungen oder auch Krankheiten erfahren. Vielleicht sind wir mit unserem Leben völlig unzufrieden, haben seelische oder körperliche Probleme oder sehen gar keinen Ausweg mehr. Mit Hilfe der entsprechenden Mineralien kann es uns nun gelingen, zugehörige Probleme zu lösen.

Die Mineralklassen

Jeder der in einem Mineral enthaltenen Stoffe hat spezifische chemische Eigenschaften. Alle enthaltenen Stoffe ergeben dabei gemeinsam die besonderen Eigenschaften eines Minerals. Sie sind auch für dessen Heilwirkung mitverantwortlich. Alle Mineralien werden in acht große Mineralklassen eingeteilt. Die Zugehörigkeit zu einer dieser Mineralklassen wird durch den häufigsten nichtmetallischen Anteil des Minerals bestimmt. Dieser Anteil legt die Grundeigenschaften eines Minerals fest. In der Regel bestehen Mineralien immer aus einem metallischen und einem nichtmetallischen Anteil. Zu den Nichtmetallen in Mineralien gehören die chemischen Elemente Bor, Kohlenstoff, Sauerstoff, Fluor, Schwefel, Phosphor und Chlor. Die acht Mineralklassen sind natürliche Elemente, Sulfide, Sulfate, Halogenide, Oxide, Carbonate, Phosphate und Silikate.

Natürliche Elemente

Hier bestehen die Mineralien nur aus einem einzigen Element. Diese reinen Elemente stehen in der Steinheilkunde für Reinheit. Sie geben uns die Erkenntnis dessen, was für uns nützlich ist oder was uns schadet.

Sulfide

Sulfide sind Verbindungen mit dem giftigen, stark nach faulen Eiern riechenden Schwefelwasserstoff. Minerale, die zur Klasse der Sulfide gehören, sollen uns dabei helfen, Verdrängtes zu erkennen. Sie sollen uns bewusst machen, wo etwas „faul“ ist.

Sulfate

Sulfate sind Verbindungen des Schwefels mit Sauerstoff. Sie sind Abkömmlinge der Schwefelsäure. Schwefelsäureverbindungen sind sehr beständig und stabil. Daher dienen die Sulfate dazu, einen gegebenen Zustand festzuhalten. Sie wirken auch schützend und isolieren gegen äußere Einflüsse. Möchte man allerdings Entwicklungsprozesse vorantreiben, so sind Sulfate dazu nicht geeignet.

Halogenide

Halogenide sind Verbindungen mit den Halogenen. Diese sind unter anderen Fluor, Chlor, Brom und Jod. Sie haben eine auflösende Wirkung und dienen dazu, Bindungen und Verhaftungen zu lösen und unbrauchbare Verhaltens- oder Denkmuster zu entfernen.

Oxide

Oxide sind Sauerstoffverbindungen. Alle Verbrennungsvorgänge, auch solche, die in unserem Körper stattfinden, werden durch das Element Sauerstoff unterhalten. Daher wirken Oxide umwandelnd indem sie instabile in stabile Zustände überführen. Oft befinden wir uns in einer Situation, wo wir zur Aufrechterhaltung unserer eigenen Stabilität oder stabiler Lebensverhältnisse ständig viel Kraft und Energie aufwenden müssen. Hier können uns Oxide dabei unterstützen, zu einem stabileren Zustand zu gelangen.

Carbonate

Carbonate sind chemische Verbindungen des Kohlenstoffes mit Sauerstoff. Sie sind Abkömmlinge der Kohlensäure. Carbonate in Mineralien regen bei uns Menschen neue Entwicklungen an. Sie können Entwicklungsprozesse stabilisieren und auch Veränderungen fördern.

Phosphate

Phosphate in Mineralien sind Abkömmlinge der Phosphorsäure und Verbindungen des Phosphors mit Sauerstoff. Phosphate dienen unserem Organismus zur Energiespeicherung und -bereitstellung. Auch haben sie die Funktion eines Puffers und dienen dadurch zur Neutralisation unseres Milieus. Phosphate in Mineralien können unsere Energiereserven mobilisieren und den ganzen Energieumsatz erhöhen. Dadurch wirken sie belebend und aktivierend. Auch können sie eine ausgleichende Wirkung auf den Organismus ausüben. Die Folge davon ist ein stabiler innerer Zustand und eine ausgewogene Stimmung.

Silikate

Silikate in Mineralien sind Abkömmlinge der Kieselsäure. Silikate können in Form verschiedener Kristallgitter vorkommen. Da gibt es Inselsilikate, Gruppensilikate, Ring-, Ketten- Schicht- und Gerüstsilikate.
Inselsilikate stärken die Gesundheit und fördern die Widerstandskraft gerade in Krisensituationen.
Gruppensilikate stärken unsere Regeneration nach einer Krankheit und helfen uns bei Neuorientierungen in unserem Leben.
Ringsilikate mit einer Säulenstruktur können bei Energiemangel unterstützend wirken, solche mit einer Schwammstruktur wirken eher beruhigend, lindern Schmerzen und senken das Fieber.
Kettensilikate wirken ausgleichend  und harmonisierend auf unsere Emotionen und unterstützen uns dabei, unseren Zielen zu folgen.
Schichtsilikate können uns nach außen hin schützen.
Gerüstsilikate erweitern unseren Horizont und erlauben uns, neue Perspektiven zu erkennen.

Mineralien und ihr Mineralstoffgehalt

Auf die Heilwirkungen aller in den Mineralien enthaltenen Mineralstoffe wird wegen des großen Informations-Umfanges hier nicht im einzelnen eingegangen. In den folgenden Artikeln über spezielle Mineralien werden detailliertere Berichte geliefert. Ansonsten soll auf die empfohlene Literatur, besonders auf die ausführlicheren Werke über die Steinheilkunde verwiesen werden.

Die Farbe der Mineralien

Auch die Farbe eines Minerals kann einen Einfluss auf uns ausüben. Die Farbe in den Mineralstoffen entsteht dadurch, dass bestimmte Anteile des weißen Lichtes absorbiert werden und der verbleibende Rest des Farbspektrums reflektiert wird. Das kann durch verschiedene Farbzentren im Mineral erfolgen. Diese kommen zum einen in Mineralstoffen mit elektrischer Ladung, wie zum Beispiel Metallen, zustande. Andererseits entstehen Farbzentren auch durch eingeschlossene freie Elektronen, durch die strukturelle Beschaffenheit des Minerals oder auch durch Einschlüsse.

Farben können unsere Emotionen beeinflussen

Wie aus der Farbtherapie bekannt ist, können Farben auf unsere Emotionen einwirken und darüber hinaus auch körperliche Beschwerden positiv beeinflussen. Selbst mittels der Farbwahl unserer Kleidung folgen wir oft ganz unbewusst dem Impuls, uns an einem Tag eine bestimmte Farbe zuführen zu wollen. Anhand der favorisierten und uns ansprechenden Farben lassen sich auch Rückschlüsse auf unseren inneren Zustand ziehen.
Wissenschaftliche Studien, welche die Wirksamkeit der Farbtherapie beweisen, existieren allerdings nicht. Genauso gibt es ja auch keinen wissenschaftlichen Beleg für die Wirksamkeit von Heilsteinen. Das bedeutet allerdings nicht, dass solche Wirkungen nicht existieren.

Kurze Übersicht über die Wirkung einzelner Farben in Mineralien

  • Rote Mineralien wirken anregend, erhitzend und beschleunigend. Sie stimulieren die Herztätigkeit, den Kreislauf und den Dünndarm. Auch Gefühle werden verstärkt, sie machen impulsiver und extrovertierter. Auch die Willenskraft und das Durchhaltevermögen werden gestärkt und Lernprozesse werden gefördert.
  • Rosa Mineralien haben durch ihren hohen Weißanteil eine etwas andere Wirkung. Sie harmonisieren die Herztätigkeit. Bei den Emotionen stärken sie unser Mitgefühl, machen uns empfindsamer und friedlicher.
  • Orangefarbene Mineralien bringen uns mehr Lebensfreude und Kreativität. Sie vitalisieren, regen den Kreislauf an, stärken die Blutgefäße und auch die Geschlechtsorgane. Orangefarbene Mineralien fördern ein positives, fröhliches und heiteres Lebensgefühl.
  • Gelbe und auch goldfarbene Mineralien wirken stimulierend und belebend. Sie wirken anregend auf die Verdauung, den Magen, die Bauchspeicheldrüse und die Milz. Mineralien in gelben Farben können bei Depressionen helfen und das Selbstbewusstsein stärken.
  • Grüne Mineralien haben eine neutralisierende und harmonisierende Wirkung. Leber und Galle werden stimuliert. Somit kann der Körper sich wieder besser regenerieren und entgiften. Zurückgehaltene Emotionen können befreit werden. Grüne Mineralien fördern Interesse, Initiative, Mut und Optimismus.
  • Blaue Mineralien haben eine beruhigende und kühlende Wirkung. Sie wirken stärkend auf Nieren und Blase. Sie können uns bei der Überwindung von Ängsten unterstützen, fördern ein inneres Gleichgewicht und Entspannung.
  • Violette Mineralien unterstützen Gehirn und Nerven, die Haut, die Atemwege und den Dickdarm. Sie haben eine reinigende Wirkung. Violette Mineralien helfen dabei, seelische Erschütterungen und Trauer zu überwinden. Sie können unsere Bewusstheit fördern und dadurch zu geistiger Freiheit und Gelassenheit führen.
  • Weiße, klare oder silberne Mineralien können bei verschiedenen Mangelerscheinungen körperlicher und seelischer Art unterstützend wirken und dem Organismus Energie zuführen. Sie können uns Reinheit, Klarheit und Selbsterkenntnis vermitteln.
  • Schwarze Mineralien helfen bei Energieüberschüssen und können dadurch den ganzen Organismus entspannen. Sie unterstützen uns auch bei der Linderung von Schmerzen. Dazu helfen sie uns, den Fokus auf das Wesentliche zu richten und unsere Aufmerksamkeit auf unser eigenes Licht im Inneren zu lenken.
  • Bunte oder farbig schillernde Mineralien können Heilungsprozesse anregen oder beschleunigen. Sie können aufmunternd wirken, unsere Lebenslust fördern und uns einen spielerischen Umgang mit den verschiedenen Lebensaufgaben beleuchten.

Hier wurden nun einige Herangehensweisen zur Ermittlung eines passenden Heilsteines aufgezeigt. Je mehr Übereinstimmungen es in den genannten Bereichen gibt, desto treffender kann die Auswahl gelingen.

Heilsteine und deren Wirkung – Bergkristall

Die analytische Steinheilkunde
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