Der Baryt ist ein weißer, selten durchsichtiger Mineralstein. Durch Fremdbestandteile kann er auch ganz verschiedene Farbtönungen annehmen. Der Name Baryt kommt aus dem Griechischen und bedeutet schwer, was auf seine hohe Dichte hinweist. Synonyme für den Baryt sind unter anderen auch Schwerspat, Stangenspat, Kammspat, Tafelspat, Tungspat, Bologneser Stein oder Allomorphit. Der durchsichtige Barytkristall phosphoresziert wenn er leicht erhitzt wird. Das bedeutet, dass er nach Belichtung im Dunklen nachleuchtet.

Herkunft des Baryts

Dies ist ein häufig vorkommender Mineralstein. Er wird in Europa, Russland, Australien, Südamerika und auch in den USA abgebaut. In Europa findet man ihn in Italien, Schweden, Frankreich, England und auch in Deutschland. Baryt wurde im 19ten Jahrhundert für die Gewinnung des chemischen Elementes, Barium, eingesetzt.

Bedeutung des Baryts

Der Baryt gilt als wichtiger Schutzstein mit starken Abschirmungseigenschaften gegen elektromagnetische Strahlung. Auch wird er industriell als Schutz gegen Strahlen eingesetzt. Er bietet Schutz sowohl gegen Röntgen- und UV-Strahlen als auch gegen radioaktive Strahlung. Er soll uns vor allen negativen Einflüssen schützen. Von manchen Anwendern wird er auch zur Abwehr von schwarzer Magie eingesetzt.

Mineralogische Einordnung des Baryts

Dies ist ein Mineral aus der Mineralklasse der Sulfate, denn die chemische Formel des Baryts ist BaSO4, also Bariumsulfat. Gegen Säuren und Laugen weist er eine hohe Beständigkeit auf. Nur in heißer, konzentrierter Schwefelsäure kann er aufgelöst werden. Sein Bildungsprinzip ist primär. Er ist hydrothermalen Ursprungs. Letzteres bedeutet, dass die Mineralstoffe sich in Wasser auflösen, welches sich unter hohem Druck bei 375°C verflüssigt. Während des Abkühlungsprozesses kommt es dann zur Mineralbildung. Der Baryt kristallisiert im orthorhombischen oder rhombischen Kristallsystem und bildet prismatische oder tafelige Kristalle aus.

Rhombische Kristallstruktur

Die Atome und Moleküle sind in den Kristallen in regelmäßigen symmetrischen Strukturen angeordnet, die mathematischen Gesetzmäßigkeiten folgen. Aus seiner Entdeckung, dass die Winkel zwischen den Flächen eines bestimmten Minerals immer gleich sind, formulierte der dänische Forscher, Nicolaus Steno, im Jahr 1669 das Gesetz der Winkelkonstanz. Daraus ergeben sich insgesamt nur sieben verschiedene Kristallstrukturen. Bei der rhombischen Kristallstruktur finden wir eine rautenförmige geometrische Anordnung der Atome oder Moleküle. Das griechische Wort für Raute ist Rhombus. Dies erklärt den Namen für diese Struktur.

Die rhombische Kristallstruktur und sein zugehöriger Menschentypus

In seinem Buch, „Die Steinheilkunde“ stellt Michael Gienger eine deutliche Beziehung zwischen den acht Grundstrukturen der Kristallsysteme und der menschlichen Lebensweise dar. Diese Lebensweise ergibt sich aus dem individuellen Realität-Erleben des jeweiligen Menschen.

Menschen, die einen rhombischen Lebensstil pflegen, erfahren in ihrem Leben lange Strecken, die ruhig und gleichförmig verlaufen. Dazwischen gibt es jedoch immer wieder unvermittelte Veränderungen. Dies kann sowohl die Stimmung als auch ihre Lebensgestaltung betreffen. Emotional kann es zu plötzlichen Gefühlsausbrüchen, schlechter Laune oder gar Depressionen kommen. Zum anderen sind diese Menschen imstande, ihr Leben ganz plötzlich auf den Kopf zu stellen. Davon können ihre Wohnverhältnisse, Wohnorte, Arbeitsbereiche oder auch ihre Beziehungen betroffen sein. Ist eine Veränderung erst einmal vollzogen, dann kehrt schnell wieder der gleichbleibende, ruhige Fluss in ihr Leben ein. Diese Menschen planen ihr Leben nicht lange voraus. Ihre Entscheidungen können sie auf leichte und klare Weise treffen. In ihrem Denken sind sie oft sehr gründlich und sachlich. Bei allem, was sie tun, handeln sie sorgfältig und genau. Sie können jedes kleine Detail umsetzen und auch lange bei einer Aufgabe durchhalten.

Diese Menschen sind sehr einfühlsam, hilfsbereit und bemüht, den Anderen eine Umgebung zu schaffen, wo sie sich richtig wohlfühlen können. Oftmals passen sie sich dabei jedoch zu sehr an andere an. Dann ordnen sie ihre eigenen Interessen und Wünsche denen eines anderen oder einer Gruppe unter. Sie müssen nicht im Mittelpunkt stehen und sind auch weniger auf die Anerkennung durch andere angewiesen. Ihre große Zurückhaltung birgt jedoch die Gefahr, dass sie übersehen und weniger beachtet werden.
Ihr Anpassungswille kann mitunter auch dadurch entstehen, dass diese Menschen ihren eigenen Willen gar nicht kennen und sich in ihrem Inneren eher leer, schwach und unsicher fühlen. Sie versuchen dann den fehlenden Halt im Außen, durch andere Menschen zu erhalten.

Der „rhombische“ Lebensstil kann einen glücklichen Verlauf nehmen, wenn diese Personen erkennen, dass sie zuerst ihr eigenes Leben vervollständigen müssen. Wenn sie eigene Ziele und Interessen an erste Stelle setzen, dann kann ihr Selbstvertrauen wachsen und sich ihr Leben in eine erfüllende Richtung verändern. Sie bleiben so für andere weiterhin die guten Helfer, ohne dabei jedoch ihren eigenen Fokus außer Acht zu lassen.

Jeder Persönlichkeitstypus ist in seinem So-sein vollkommen und seine Eigenschaften sollten nicht bewertet werden. Auf Menschen dieses Typs haben die Mineralien mit einer rhombischen Kristallstruktur den größten Einfluss. Diese Minerale können somit hilfreiche Veränderungen hervorrufen, wenn man dazu die anderen genannten Mineraleigenschaften mit berücksichtigt.

Wirkung des Baryts auf unseren Körper

Dieser Stein soll wegen seiner abschirmenden Wirkung den Menschen vor Strahlenbelastungen und der damit einhergehenden Krankheiten, bis hin zu Krebs, schützen.
Bariumverbindungen werden in der Homöopathie bei Menschen verordnet, die unter einem großen Mangel an Selbstbewusstsein leiden. Sie fühlen sich machtlos und unterlegen. Auch haben sie Probleme damit, Verantwortung in ihrem Leben zu übernehmen. Dabei fühlen sie sich anderen gegenüber unterlegen und oftmals von ihnen ausgelacht. Zaghaftigkeit, Schüchternheit, Zwangsneurosen, Verwirrtheitszustände, Gedächtnisstörungen und Furcht vor anderen Menschen sind bewährte Anwendungsgebiete für dieses Mineral. Auch bei Hautkrankheiten kann es zum Einsatz kommen.

Bariumsulfat in der Homöopathie

Barium sulphuricum ist die homöopathisch potenzierte Form des Bariumsulfates. Dies ist eine Arznei, welche die Themen von Barium einerseits und Sulphur, also dem homöopathisch potenzierten Schwefel, andererseits vereinigt. Diese Patienten fühlen sich oftmals von den Menschen, von denen sie ganz und gar abhängig sind, verachtet und gedemütigt. Dabei zeigen sie nach außen eine Mischung aus Abhängigkeit und Würde. Da sie eine große Scheu gegenüber fremden Menschen haben, fällt es ihnen auch schwer, soziale Kontakte zu knüpfen. Sie haben das Gefühl, dass andere Leute sich über sie lustig machen oder ihnen aus dem Weg gehen wollen. Das kränkt sie sehr. Dazu fehlt es ihnen an Willensstärke und sie haben oft eine deutliche Abneigung gegen ihre Arbeit.

Es wird jedoch dringend empfohlen, Barium sulphuricum nur nach Verordnung durch einen erfahrenen Homöopathen einzunehmen.

Die Anwendung des Baryts

Zur Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlung ist es ratsam, größere Barytsteine in der Nähe der Strahlungsquellen aufzustellen. Anwendung findet dieser Stein auch als Schutz vor negativen Energien während der Meditation. Auch kann man eine wässrige Stein- bzw. Edelsteinessenz des Baryts anfertigen und das so präparierte Wasser auf betroffenen Körperstellen auftragen. Ebenso kann er direkt am Körper getragen werden.
Dies ist ein Mineralstein, welchen man wegen seiner Fähigkeit zur Selbstregeneration nicht aufladen muss. Entladen wird er unter fließendem, lauwarmem Wasser.

Der Baryt – Wirkung & Bedeutung
4.7 (93.33%) 24 Stimmes

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