Der Lapislazuli ist ein tiefblauer Mineralstein. Man nennt ihn unter anderem auch Lapis Lazuli, Lapis, Lasurstein, Lazurium, Orientalischblau oder Bleu dÀzur. Lapis ist ein lateinisches Wort, welches einfach Stein bedeutet und Lazuli bezieht sich auf den lateinischen Begriff lazulum für blau. Da er aus verschiedenen Anteilen von Mineralen bestehen kann, handelt es sich beim Lapislazuli im Grunde um ein Mineraliengemisch, und daher strenggenommen um ein Gestein. Diese Anteile sind Lasurit, Calcit, und Pyrit. Auch können geringe Beimengungen anderer Minerale enthalten sein, wie zum Beispiel Sodalith oder Diopsid. Bei der Beimengung von Pyrit, welches aus Eisen(ll)-disulfid besteht, zeigen sich goldfarbene Einschlüsse.
Wegen seiner wunderbaren blauen Farbe ist der Lapislazuli schon seit Alters her als Schmuckstein äußerst beliebt. Ein hochwertiger Stein hat jedoch auch seinen Preis.

Herkunft des Lapislazuli

Je nach Fundort besitzen die Steine verschiedenartige blaue Farbnuancen. In Afghanistan stellt der Abbau des Lapislazuli am Hindukusch einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar. Wichtige Fundstätten gibt es auch in Tadschikistan, Russland, Chile, im Iran und auch in den USA.
Bereits im alten Ägypten und Mesopotamien galt der Lapislazuli als ein Stein für die Herrschenden. Er wurde für verschiedene kultische Aufgaben verwendet. Auch war er ein heiliger, hochgeschätzter Schmuck- und Heilstein und wurde in Ägypten auch den Toten als Grabbeigabe verliehen. Ebenso galt er bei den alten Griechen und Römern und auch bei den amerikanischen Indianern als ein bedeutender Schutzstein.

„Ich baute einen Palast und legte ihn mit Gold aus. Seine Decken und Mauern waren aus Lapislazuli….. Seine Türen aus Kupfer, seine Riegel aus Bronze. Sie schrecken die Ewigkeit!“

Amenemhet I, altägyptischer König der 12. Dynastie um 1976-1947 v. Chr.

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Bedeutung des Lapislazuli

Dieser Stein soll seinem Träger Glück und Heilung bringen. Mit ihm solle man zu einem selbstbestimmten Leben gelangen und seine Macht im Inneren annehmen können. Man kann den Lapislazuli auch als Wahrheitsstein bezeichnen. Er helfe uns, aufrichtig zu sein, herauszufinden, wer man in Wahrheit ist und dabei auch unseren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Dabei soll er uns an unsere eigene Würde erinnern und unser Selbstbewusstsein stärken. Andererseits könne er uns wieder kontaktfreudiger machen und echte Freundschaften fördern.

Mineralogische Einordnung des Lapislazuli

Dieser Mineralstein entsteht durch die Metamorphose oder die Umwandlung von Kalk zu Marmor. Hier liegt somit das tertiäre Bildungsprinzip zugrunde. Die Bildung erfolgt in tiefen Erdschichten, jedoch oberhalb der magmatischen Bereiche, also oberhalb der glühenden Gesteinsschmelze. Dabei erfolgt die Umwandlung eines Gesteins unter hohem Druck und großer Hitze. Dieser Gestaltwandel wird Metamorphose genannt und auf solche Weise entstandene Mineralien bezeichnet man daher auch als metamorphe Minerale. Die Umwandlung findet dabei ohne eine Einschmelzung statt. Durch die Einwirkung von Druck und Hitze können nur die Bestandteile erhalten bleiben, welche diesen extremen Bedingungen standhalten.

Der Lapislazuli gehört zur Mineralklasse der Silikate, präziser der Gerüst-Silikate. Silikate sind Abkömmlinge der Kieselsäure. Die dreidimensionale Struktur der Gerüst-Silikate wirkt absorbierend. Sie sollen beruhigend und ernüchternd wirken. Dadurch könnten sie Schmerzen, Fieber und Hitze senken.

Als chemische Formel für den Lapislazuli wird (Na, Ca)8(SO4/S/Cl)2/(AlSiO4)6)+Fe genannt. Die intensive blaue Farbe des Minerals ist dabei auf die Radikalanionen des Schwefels zurückzuführen.

Kubische Kristallstruktur

Der Lapislazuli wird der kubischen Kristallstruktur, also einer würfelförmigen Anordnung zugeordnet, da die Mehrzahl der enthaltenen Minerale diese Kristallstruktur besitzen. Dabei ist diese Zuordnung nicht ganz eindeutig, da die Anteile an Calcit oder Kalkspat eine trigonale Kristallstruktur aufweisen.

Die kubische Kristallstruktur und sein zugehöriger Menschentypus

In seinem Buch „Die Steinheilkunde“ beschreibt Michael Gienger die acht Grundstrukturen der Kristallsysteme. Dabei stellt er sie mit einem entsprechenden Lebensstil oder Menschentypus in Beziehung. Der Lebensstil gründet sich hierbei im individuellen Realitäts-Erleben des jeweiligen Menschen. Eine Beschreibung des „kubischen Menschentypus“ kann im Artikel über den Fluorit nachgelesen werden.

Wirkung des Lapislazuli auf unseren Körper

Dieser Mineralstein hat einen starken Bezug zum Halschakra. Er soll Beschwerden im Bereich von Hals, Kehlkopf und Stimmbändern lindern. Auch ist ein Einfluss auf die Funktion der Schilddrüse und die anderer Drüsen bekannt. Lapislazuli soll auch den Blutdruck senken, uns dadurch mehr Ruhe verleihen und bei entsprechenden Beschwerden den Menstruationszyklus verlängern.

Dem Stein wird, wie oben bereits erwähnt, ein Einfluss auf unser Verhältnis zur Wahrheit nachgesagt. So könne der Mensch mit seiner Hilfe der Wahrheit ins Auge schauen. Er könne auch offen die eigene Überzeugung, ohne Zurückhaltung oder unterdrückten Ärger, kundtun und Auseinandersetzungen standhalten. Dem Lapislazuli wird auch eine konzentrationsfördernde Wirkung nachgesagt.

Lapislazuli in der Homöopathie

Die homöopathischen Eigenschaften von Arzneien mineralischen Ursprungs

In den homöopathischen Arzneiprüfungen von Mineralen konnten Symptome herausgearbeitet werden, die auch allen Steinarzneien gemeinsam sind. Ein generelles Gefühl von Mangel oder Versagen der eigenen Struktur ist dabei allen homöopathischen Arzneien aus dem Mineralreich zu eigen. Dieser Mangel kann sich auf die persönliche Entwicklung beziehen, auf die Kontakte zu anderen Menschen, den Beruf oder die Position in der Gesellschaft.

Die homöopathischen Eigenschaften von Mineral- oder Steinarzneien

Bei den Steinarzneien gibt es ein inneres oder auch ein körperlich empfundenes Gefühl von Schwere, Enge, Härte, Steifheit und Starre. Dazu kommt auch ein depressives und bedrücktes Empfinden. Es gibt das starke Gefühl von Isolation, Kontaktlosigkeit und Unverbundenheit und schließlich eine Empfindung wie abgeschnitten, abgekapselt oder eingesperrt. Man hat ein großes Verlangen, diesen inneren Zustand aufzubrechen, zu sprengen oder zu zertrümmern. Auch Begriffe wie Zerrissenheit, Instabilität, Polarität und Dualität kamen in den Arzneiprüfungen zutage. Bei Menschen, die in einem solchen Zustand sind, kann eine homöopathisch potenzierte Steinarznei die körperlichen und psychischen Beschwerden heilen.

Die homöopathischen Eigenschaften von potenziertem Lapislazuli

Auch bei der Prüfung der homöopathischen Arznei aus potenziertem Lapislazuli gab es ein Gefühl von Verdichtung einerseits und Auflösung andererseits. Der körperliche Schwerpunkt dieser Arznei liegt bei den Gelenken. Dieses Mittel kann bei Gelenkbeschwerden von Schulter, Ellenbogen, Handgelenken, Fingern, Hüfte, Knien, Füßen und Zehen helfen. Auch Rückenbeschwerden kann es heilen. Das gelingt jedoch nur bei einer Übereinstimmung der Symptome des Patienten mit denen der Arzneiprüfung.
Die Patienten leiden unter Gelenkschmerzen, die sich wie eingeklemmt, ausgerenkt oder verschoben anfühlen. Oder sie haben das Gefühl als würden sich die Gelenke auflösen.

Die Anwendung des Lapislazuli

Zur Stärkung des Halschakras sollte der Lapislazuli möglichst am Hals getragen werden. Generell ist beim Tragen dieses Minerals ein direkter Hautkontakt wichtig. Zur Meditation kann man ihn auch auf die Stirn auflegen. Oder man legt ihn für eine erholsame Nachtruhe unter das Kopfkissen.
Entladen kann man den Lapislazuli in einem „Bett“ aus Hämatitsteinen. Man sollte dies bei ständigem Gebrauch des Steines einmal monatlich tun. Aufladen kann man ihn im Sonnenlicht oder durch das Auflegen auf einen Bergkristall über Nacht.

Der Lapislazuli – Wirkung & Bedeutung
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