Verwendung in der Hautpflege
Aufgrund seiner antimikrobiellen Wirkung kann das Geranienöl bei allen entzündlichen Hauterkrankungen hilfreich sein. Es wird zur Pflege und Regeneration trockener Ekzeme oder auch der feuchtigkeitsarmen Altershaut eingesetzt. Grundsätzlich ist es für alle Hauttypen verträglich und eignet sich auch gut für die Anwendung bei Kindern. Geranienöl ist sehr mild, wirkt beruhigend und wird daher auch gerne in verschiedenen Hautpflegeprodukten sowie Körper- oder Badeölen verwendet. Da es reinigend wirkt und Hautzellen heilen und regenerieren kann, setzt man es auch zur Narbenbehandlung ein. Es kann die Narbenbildung auch gänzlich verhindern, wenn es rechtzeitig angewendet wird. Zudem hilft es auch bei Cellulitis, bei Problemen mit Akne und zu fettiger Haut.
Darüber hinaus kann das Geranienöl auch zur Wundheilung eingesetzt werden, denn es unterstützt die Heilungsprozesse bei Wunden oder Verbrennungen. Auf die Haut aufgetragenes, hundertprozentiges Geranienöl gilt als hilfreich bei Nervenschmerzen, wie zum Beispiel bei der Gürtelrose.
Die Insekten-abwehrende Wirkung aufgrund des enthaltenen Citronellols wurde oben beschrieben. Bei Mückenplage kann man das Öl in eine Duftlampe geben. Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine Mischung von Geranien- Zedern- und Lavendelöl im Verhältnis von 3:2:2 Tropfen auf die exponierte Haut aufzutragen.
Verwendung des Geranienöl bei Erkältungen und Entzündungen
Die antimikrobiell wirkenden Inhaltsstoffe des Geranienöls machen es auch zu einem geeigneten Helfer bei zahlreichen Infekten. Es hat die Qualität, bei angehenden Erkältungen auf sanfte und natürliche Weise ein Antibiotikum zu ersetzen. Hierbei kann man das Geranienöl auch mit anderen ätherischen Ölen, wie Zitronen-, Lavendel- oder Kiefernöl vermischen. Empfehlenswert ist auch der Einsatz von Duftlampen, Duftsteinen oder Verneblern. Seine antiseptische und reinigende Wirkung macht man sich bei verschiedenen Entzündungsbeschwerden zunutze.
Zum Gurgeln verwendet, lindert es besonders die Angina tonsillaris bzw. Tonsillitis und andere Halsentzündungen. Auch im Bereich der Mundschleimhaut, bei Problemen mit Aphten oder der sogenannten Mundfäule kann es sehr hilfreich sein. Bei den genannten Problemen im Mund- und Halsbereich fügt man seinem Gurgelwasser einfach ein paar Tropfen des Geranienöls bei. Da das Öl sehr erfrischend wirkt, kann man es auch für tägliche Mundspülungen benutzen.
Anwendung bei Beschwerden des Verdauungstraktes
Geranienöl wird in Getränken und Nahrungsmittels als ein Aromastoff eingesetzt. Es hat eine stimulierende Wirkung auf Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse. Auch hilft es gegen Hepatitis und Fettleber. Innerlich angewendet kann es daher bei verschiedenen Beschwerden des Verdauungstraktes hilfreich sein. Es wurde zudem gegen Darmparasiten eingesetzt. Auch durch seine krampflösenden Eigenschaften ist es imstande, krampfartige Magen- und Darmbeschwerden lindern. Manche Menschen haben es auch erfolgreich zur Behandlung bei Durchfall angewendet.
Anwendung von Geranien Öl bei hormonellen Beschwerden
Dieses ätherische Öl kann auch nutzbringend zur Regulation der Hormonproduktion in unserem Körper eingesetzt werden. Sowohl Zyklusbeschwerden und prämenstruelle Störungen als auch Wechseljahresbeschwerden können gelindert werden. Selbst Diabetiker profitieren davon. Geranienöl besitzt schmerzlindernde Eigenschaften und der ganze Organismus soll mit ihm gestärkt werden. Auch hat es einen heilsamen Einfluss auf die Regulation des Blutkreislaufes.
Wie wird das Geranienöl angewendet?
Grundsätzlich eignet sich das Geranienöl gut zur Anwendung im Verbund mit zahlreichen anderen ätherische Ölen. Neben den verschiedenen Zitrusdüften kann es auch gut mit Jasmin-, Kamillen-, Melissen- Ylang-Ylang-, Moschus-, Tonka- oder Vetiveröl gemischt werden.
Zur Beruhigung bei seelischen Problemen und Stimmungstiefs empfiehlt sich die Inhalation des Öls mit Hilfe von Duftlampen, Duftsteinen oder Verneblern.
Innere und äußerliche Anwendung des Geranienöls
Für die innerliche Anwendung bei Verdauungsproblemen oder zur Behandlung von hormonellen oder entzündlichen Beschwerden gibt man 3-4 Tropfen des Öls auf eine Tasse mit Wasser oder Tee.
Die Verwendung des Geranienöls zum Gurgeln wurde weiter oben beschrieben.
Bei Hautproblemen ist die äußerliche Anwendung sehr zu empfehlen und zwar allein oder als Mischung mit einem neutralen Basisöl. Eine probate Mischung zur Narbenbehandlung ist ein Hagebuttenkernöl (50 ml), welchem man je 3 Tropfen Narden-, Myrrhe, Immortellen- und 8 Tropfen Geranienöl beifügt. Mit diesem Ölgemisch kann man die betroffenen Hautstellen betupfen.
Wann darf das Geranienöl nicht angewendet werden?
Sehr empfindliche Menschen können allergisch auf das Öl reagieren. Daher sollte man es bei der Anwendung auf die Haut zunächst an einer kleinen Hautstelle austesten. Auch im Gesichtsbereich ist Vorsicht geboten, vor allem beim Kontakt mit den Augen.