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Mit der Aromatherapie kann man nicht nur das Wohlbefinden steigern, sondern auch Krankheiten lindern. Düfte bestimmen unser Leben.

Unser Geruchssinn ist nicht weniger wichtig als unser Gehör- oder Sehsinn. Lässt er uns einerseits Genießbares von Ungenießbarem unterscheiden, so kann er uns andererseits auch vor vielfältigen Gefahren warnen. Man denke nur an gefährliche Gase, Angebranntes oder gar Feuer.
Es gibt auch eine direkte Verbindung von der Nase zu unseren Empfindungen, unseren Gefühlen und Stimmungen. Daher haben Düfte und Gerüche einen entscheidenden Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere seelische Verfassung. Für viele unserer Handlungen und besonders bei der Partnerwahl ist es maßgeblich, ob wir jemanden oder etwas gut riechen können.

Was ist Aromatherapie?

Hierbei handelt es sich um die therapeutische Anwendung von Düften und ätherischen Ölen. Diese Anwendung kann sowohl innerlich als auch äußerlich oder über eine Inhalation erfolgen. Neben fetten Pflanzenölen und Hydrolaten ist der Einsatz ätherischer Öle ein wesentlicher Bestandteil der Aromatherapie. Sie dienen dabei zur Behandlung von Krankheiten oder allgemein zu einer Verbesserung des Befindens. Oft werden dadurch ganz erstaunliche Heilerfolge erzielt, denn mit der Aromatherapie kann unsere Gesundheit gezielt beeinflusst werden. Je nach verwendeter Substanz, wird der Organismus zum Beispiel stimuliert oder entspannt.

„Düfte sind wie Seelen der Blumen; man kann sie fühlen, selbst im Reich der Schatten.“
Joseph Joubert (1754 – 1824), französischer Essayist und Moralist

Die ätherischen Öle

Schon seit alters her kommen ätherische Öle zum Einsatz. Dies geschah und geschieht noch heute zu religiösen Zwecken, wo vielfach Weihrauch und Myrrhe verwendet werden. Sie wurden auch für Salbungen gebraucht, zur Wundbehandlung oder als Mittel gegen die Pest. Die gebräuchlichste Methode zu ihrer Gewinnung aus den ausgewählten Pflanzen war und ist die Wasserdampfdestillation.
Ätherische Öle kommen in nur sehr geringen Mengen in den jeweiligen Duftpflanzen vor. Ihr Anteil beträgt meistens nur ein bis zwei Prozent. Zur Gewinnung der ätherischen Öle müssen daher riesige Pflanzenmengen verarbeitet werden. Für die Pflanzen selber dienen sie als Kommunikationsmittel, als Schutz vor Tierfraß oder zum Anlocken bestimmter Insekten für die Bestäubung.

Wirkungsweise der ätherischen Öle

Wirkung der ätherischen Öle auf unsere Psyche

Unser Geruchssinn unterliegt nur zu einem geringen Teil unserem bewussten Einfluss. Das ist ähnlich wie bei der Atmung, der Verdauung oder dem Herzschlag. Über unsere Geruchsorgane werden die Empfindungen unmittelbar an das limbische System des Gehirns weitergeleitet. Das limbische System ist das Gehirnareal, welches vorwiegend für die Verarbeitung unserer Gefühle und für das triebhafte Verhalten zuständig ist. Es ist auch für die Endorphin-Ausschüttung verantwortlich. Endorphine sind körpereigene Opioide.
Somit können Düfte unsere inneren Organe beeinflussen, ohne dass wir es merken. Die Geruchsempfindungen nehmen Einfluss auf unsere Stimmungen und Emotionen und können dadurch Gesundheit und Wohlbefinden fördern. Auch werden in unserem Gehirn Erinnerungen und Duftempfindungen am gleichen Ort gespeichert. Daher können wir durch die Wahrnehmung bestimmter Düfte auch an manche vergangenen Ereignisse erinnert werden.
Entsprechend der speziellen Inhaltstoffe der ätherischen Öle wirken sie anregend oder eher beruhigend und entspannend. Manche fördern die Fantasie andere fördern das logische, strukturierte Denken. Sie können den Weg aus einer deprimierten Stimmung erleichtern, innere Klarheit fördern und Ängste lösen.

Antivirale und antibiotische Eigenschaften

Viele ätherische Öle haben antivirale oder antibiotische Eigenschaften. Besonders Pflanzen, die zu den Lippenblütler (Lamiaceae) gehören, werden solche Wirkungen nachgesagt. Vertreter dieser Pflanzenfamilie sind beispielsweise Rosmarin, Pfefferminze, Melisse oder Oregano. Auch viele Zitrusfrüchte haben ätherische Öle, die Viren oder auch Bakterien an ihrer Vermehrung hindern können. Melissen- Teebaum- und Pfefferminzöl haben sich in Laboruntersuchungen als wirksam gegen Herpes-simplex-Viren gezeigt. Diese Viren tragen über 90% der Bevölkerung in sich. Sie können bei anfälligen Personen die lästigen Bläschen auf Lippe, Nase oder um den Mund verursachen. Doch auf welche Weise und in welchem Umfang ätherische Öle grundsätzlich zur Behandlung von Infektionserkrankungen eingesetzt werden können, ist in der Wissenschaft bisher noch nicht umfassend geklärt. Hier gibt es noch einigen Forschungsbedarf. Leider werden in der gängigen Medizin doch allzu schnell chemische Substanzen oder gar Antibiotika eingesetzt. Doch gerade in einer Zeit zunehmender Resistenzen gegenüber den herkömmlichen Antibiotika, scheint die Erforschung ätherischer Öle durchaus lohnend.

Die Aromaforschung

Die ersten Aromaforscher kommen aus Frankreich

Leider führt die wissenschaftliche Erforschung der Aromatherapie bisher eher noch ein Schattendasein. Interessanterweise sind bei der Erforschung der Wirksamkeit ätherischer Öle vorrangig französische Wissenschaftler am Werk gewesen. Assoziieren wir mit Frankreich doch oftmals das sogenannte savoir-vivre und meinen damit eine besondere Lebenskunst. Auch die Düfte von Lavendel, Rosmarin oder Thymian erinnern uns womöglich an einen Urlaub in diesem Land. Bereits in den fünfziger Jahren des 20sten Jahrhunderts wurde von Wissenschaftlern die antimikrobielle Wirkung einiger ätherischer Öle nachgewiesen (z.B. C. Jasper, Maruzella, A. Percival, Henry, The antimicrobial activity of essential oils, Journ. of the Amer. Pharm.). Der französische Gynäkologe, Maurice Girault (Maurice Girault et J. Bourgeon, Les cahiers de biothérapie, 1971) erforschte jahrelang die Wirkung ätherischer Öle in der Frauenheilkunde. Und in den siebziger Jahren hat der französische Arzt und Aromatologe, Dr. Paul Belaiche (Paris, 1979) ein Werk veröffentlicht, in dem zahlreiche ätherische Öle mit eindeutig antibiotischer Wirkung aufgelistet sind.

Aromaforschumg in Deutschland

Auch in Deutschland werden heute, unter anderem am Institut für Mikroökologie in Herborn, sogenannte Aromatogramme erstellt. Dabei werden in langen Versuchsreihen verschiedene ätherische Ölen mit isolierte Krankheitserreger in Kontakt gebracht. Auf diese Weise können diejenigen herausgefunden werden, welche die besten antiviralen, antibakteriellen oder auch antimykotischen Eigenschaften besitzen. Sogenannte Antimykotika verwendet man zur Behandlung von Krankheiten, die von Pilzen verursacht wurden. Denn auch bei der Behandlung von Pilzerkrankungen kann die Aromatherapie eingesetzt werden. Die Wirkungsweise der Ätherische Öle wird ihrer Fähigkeit zugeschrieben, die Zellmembran der Mikroorganismen zu durchdringen. Auf diese Weise kann der Stoffwechsel dieser Organismen beeinflusst werden. Man geht heute auch davon aus, dass ätherische Öle beim Menschen eine Veränderung der Immunantwort bewirken können. Diese bewirkt dann, dass die Mikroorganismen an ihrer weiteren Vermehrung gehindert werden.

Anwendung der ätherischen Öle

Ätherische Öle für den alltäglichen Gebrauch

Gegen eine Selbstmedikation mit der Aromatherapie ist nichts einzuwenden ist. Die Berufs- oder gewerbsmäßige Ausübung der Heilkunde ist nach den geltenden Gesetzen jedoch nur approbierten Ärzten vorbehalten. In Deutschland dürfen auch Therapeuten mit einer Heilpraktiker Erlaubnis gewerblich Heilen. Und diese Einschränkungen gelten auch für alternative Heilmethoden wie die Aromatherapie. Doch die Betonung liegt hier auf der Berufs- oder gewerbsmäßige Ausübung. Ich halte die private Selbstanwendung durchaus für empfehlenswert. Mit den geeigneten Büchern kann nämlich recht schnell das hierfür nötige Wissen erworben werden. Die großen Konzerne und ihre Lobbyisten in der Politik sehen das nicht gerne. Sie streben vielmehr eine totale Abhängigkeit der Menschen vom Erwerb ihrer gewinnbringenden chemischen Substanzen an. Gleiches gilt ja auch für die homöopathischen Arzneien. Dennoch sollte man bei ernsthaften Krankheiten oder Infektionen immer einen Arzt oder erfahrenen Heilpraktiker aufsuchen.
Mit ätherischen Ölen kann man heilen, sie zur Körperpflege oder zur Herstellung von Pflegeprodukten verwenden. Es gibt ätherische Öle, die sogar Mücken oder andere Insekten abwehren. Dazu kann man seine Räume so duftend gestalten, dass man sich rundum wohlfühlt. Und wer sich wohlfühlt, dem fehlt es an nichts.
Man kann mit ätherischen Ölen sogar kochen oder putzen. Unser Verdauungssystem ist für Düfte äußerst empfänglich. Deshalb verwendet man die Duftpflanzen in den Speisen ja meist direkt als Gewürze oder Kräuterbeigaben. So lassen sie uns oftmals das Wasser regelrecht im Mund zusammenlaufen. Sie regen den Appetit und die Produktion der Magensäfte an und unterstützen die Verdauungsvorgänge.

Anwendung ätherischer Öle in der Pflege

Die sogenannte Aromapflege erfolgt unter einer ganzheitlichen Betrachtung des Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele. Sie macht sich die Heilkräfte der Pflanzen zunutze, wobei die duftenden Pflanzenessenzen mit ihren naturbelassenen Inhaltsstoffen wohltuend und gesundheitsfördernd wirken. Sie verbessern das Hautbild der behandelten Personen, lindern Schmerzen und erleichtern die Atmung. Schlechte Gerüche werden dadurch auch neutralisiert und Keime zu einem Großteil abgetötet. Daher wirkt sich die Aromapflege sowohl physisch als auch psychisch äußerst wohltuend sowohl auf die zu Pflegenden als auch auf die Pfleger selbst aus.

Beim Kauf auf Qualität achten

Wollen wir ätherische Öle käuflich erwerben, dann lohnt es sich, solche mit einer hohen Qualität aus Wildsammlungen oder kontrolliert biologischem Anbau zu wählen. Wenn die Öle aus konventionellem Anbau stammen, dann kann es mitunter zu einer starken Belastung mit Pflanzenschutzmitteln kommen.
Jede Pflanze wählt sich in der Natur ihren eigenen, günstigsten Standort selber aus. Somit sind ätherische Öle, die Pflanzen aus Wildsammlungen zu ihrer Grundlage haben, am wirkungsvollsten. Meist werden die wild wachsenden Pflanzen auch sorgfältig von Hand geerntet. Dazu achten die Mitarbeiter der etablierten Firmen auch auf den Erhalt des Bestandes, also auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Denn wer möchte sich schon selber die Grundlage für seinen Erwerb ausrotten? Die wertvollen Ressourcen unserer Erde sollten dabei immer geschont werden.
Auch beim kontrolliert biologischen Anbau sollte auf den Erhalt des ökologischen Gleichgewichtes im Anbaugebiet geachtet werden. Dem Leser, der ätherische Öle erwerben möchte, wird daher angeraten, immer auf die Herkunft der Duftpflanzen zu achten.

Die Aromatherapie
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