Selbsthypnose – Seelische Kräfte positiv beeinflussen
Selbsthypnose – Seelische Kräfte positiv beeinflussen

Selbstheilung durch Hypnose?

Selbsthypnose – Seelische Kräfte positiv beeinflussen

Selbsthypnose – Seelische Kräfte positiv beeinflussen

Selbstheilung durch Hypnose?

Die Selbsthypnose ist eine Methode, mit der sich unbewusste seelische Kräfte positiv beeinflussen lassen. Dadurch kann man auf äußerst angenehme Weise Entspannung finden und den Umgang mit Beschwerden positiv beeinflussen.

Inhalt

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag gibt Sichtweisen und Erfahrungen aus Naturheilkunde, Erfahrungsheilkunde und spiritueller Lehre wieder. Die Wirksamkeit der beschriebenen Methoden ist wissenschaftlich nicht belegt. Die Informationen ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.
Das Wichtigste in Kürze
  • Bei der Selbsthypnose versetzen Sie sich selbst in eine entspannte Trance, in der Sie leichter mit Ihrem Unterbewusstsein in Kontakt kommen.
  • Sie behalten dabei jederzeit die Kontrolle – ähnlich wie bei Meditation, autogenem Training oder Affirmationen.
  • Mit Selbsthypnose lassen sich innere Ressourcen stärken, Stress abbauen und Glaubenssätze bearbeiten.
  • Am besten erlernen Sie die Methode bei einer erfahrenen Therapeutin oder einem Therapeuten; weiter unten finden Sie eine einfache Einstiegsübung.

Wie arbeitet die Selbsthypnose?

Hypnotische Rituale und Techniken sind schon seit tausenden von Jahren und in fast allen Kulturen angewandt worden. Eine Spezialform stellt dabei die Selbsthypnose dar. Die Selbsthypnose ist eine Methode, mit welcher man sich seinen eigenen Problemen und Blockaden stellen und diese aktiv auflösen kann. Das kann zu einer aufregenden Reise in fantastische inneren Seelenlandschaften werden. Man lernt durch spezielle Selbsthypnose-Übungen, mit seinem eigenen Unterbewussten zu kommunizieren. Auch kann hiermit eine konstruktive Kommunikation mit den eigenen Persönlichkeitsanteilen erlernt werden. Dazu bekommt man einen Einblick in die Art und Weise, wie unsere Psyche funktioniert. Mit dieser Methode kann es auch gelingen, unsere eigene Selbstwahrnehmung zu stärken. Letztendlich sollen wir wieder zu unserer eigenen Ganzheit zurückfinden können.

Kein Kontrollverlust

Anders als es bei der herkömmlichen Hypnose zuweilen der Fall ist, braucht hier das eigene Selbst keinen Kontrollverlust zu fürchten. Denn durch unsere Fähigkeit, unsere Gedanken zu beobachten, kann die Kontrolle über das Geschehen stets gewahrt werden. Auch gibt es hier keinen direktiv arbeitenden Therapeuten, der mit seinen Anordnungen ans Unterbewusstsein eigene Lösungsvorstellungen in den Vordergrund rückt. Kein anderer Mensch als der Hypnotisierte selbst kann wissen, was er zur Lösung seines Problems benötigt. Letzten Endes ist Hypnose immer auch Selbsthypnose.

Der Trancezustand

Auch während der Selbsthypnose befindet man sich in einem Trancezustand. In diesem veränderten Bewusstseinszustand werden die Begrenzungen unserer Alltagsrealität weitgehend aufgehoben. Man kann dabei in einem tief entspannten Zustand seinen Fokus hochkonzentriert auf das verursachende Problem ausrichten. Auch tritt der logisch-reflektierende Verstand in der Trance in den Hintergrund, was für die Problembewältigung hilfreich sein kann. Wir sind in der Hypnose immer in einem Zustand, in welchem wir mehr fühlen als denken. Das Denken tritt dabei in den Hintergrund und das Fühlen in den Vordergrund.

In diesem Trancezustand taucht dann der ungelöste innere Konflikt oder die traumatische Erfahrung als ein oft furchterregendes Symbol in Erscheinung. Denn das archetypische menschliche Wissen und unser Unbewusstes kann sich im Trancezustand auch über innere Landschaften und Symbole ausdrücken. Den Angst-machenden Erscheinungen kann dann mit hilfreichen inneren Persönlichkeitsanteilen bzw. Ressourcen begegnet werden. Auf diese Weise können sie befriedet und transformiert werden.

Innere Ressourcen wieder freilegen

Sowohl bei der selbstorganisatorischen Hypnotherapie, die im allgemeinen Artikel über Hypnose kurz vorgestellt wurde, als auch in der Selbsthypnose wird mit diesen hilfreichen inneren Ressourcen gearbeitet. Jeder Mensch besitzt eine ganze Menge positiver Persönlichkeitsanteile. Solche Anteile sind beispielsweise Kreativität, Weisheit, Mut oder Fürsorge. Diese sind archetypische menschliche Wesenseigenschaften, also Eigenschaften, die im Verlauf der Menschheitsentwicklung herangereift oder vielleicht auch immer schon vorhanden sind. Sie gehören also im Grunde zu jedem Menschen, sind uns jedoch oft nicht bewusst. Es gilt nun, im Unterbewusstsein verschüttete, innere Ressourcen durch die Selbsthypnose wieder zugänglich zu machen.

Somit können sie uns dabei helfen, den problemverursachenden Anteilen im Inneren auf liebevolle Weise zu begegnen. Und letztlich können diese Problemelemente wieder in hilfreiche und stärkende Anteile transformiert werden. Das kann auch mit Persönlichkeitsanteilen geschehen, die durch Abspaltungsprozesse aufgrund von traumatischen Erfahrungen entstanden sind. Auch leidvolle Erfahrungen aus der Kindheit können auf diese Weise im Nachhinein geheilt und transformiert werden.
Der innere Teil, welcher in der Lage ist, sich all dieser Anteile bewusst zu werden, ist unser wahres, reflektierendes Selbst. Letzteres ist unser innerster Wesenskern, unser göttlicher Funke, der vollkommen frei von jeglichen Belastungen oder Begrenzungen ist.

Selbsthypnose durch aktive Entspannung und Affirmationen

Das Ausüben von Entspannungsübungen, wie autogenes Training oder ähnliche Methoden, ist im Grunde auch schon eine Form der Selbsthypnose. Ebenso sind das manche geführte Meditationen. Die Anwendung eigener Affirmationen und Subliminals ist ebenso eine Art, wie man Selbsthypnose ausüben kann. Dabei können die selbst-stärkenden Sätze direkt auf unser Unterbewusstsein Einfluss nehmen.

Das Unbewusste

Definition des Unbewussten

Was ist dann das Unbewusste oder das Unterbewusste?
Obwohl der berühmte Psychoanalytiker, Sigmund Freud, eine subtile Unterscheidung zwischen diesen beiden Begriffen machte, werden sie im Alltagsverständnis synonym verwendet. Und das werden sie demnach auch in diesem Text. Tiefenpsychologisch bezeichnet das Unbewusste einen Bereich der menschlichen Psyche, der dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist. Dennoch liegt das Unbewusste dem Bewusstsein zugrunde. Es ist ein großer, kluger Teil in uns Menschen. Einfacher gesagt bezeichnet das Unbewusste eben alles, was uns nicht bewusst ist. Dennoch werden unsere Handlungen und ebenso die biologischen Funktionen unseres Körpers durch das Unterbewusstsein mit bestimmt.

Im Gehirn werden hauptsächlich unbewusste Informationen verarbeitet

Nach gängigen Schätzungen der Hirnforschung werden bewusste Informationen im Gehirn mit einer Kapazität von circa fünfzig bit/Sekunde verarbeitet werden. Die Kapazität für unbewusste Prozesse würde hingegen in Bereichen von mehreren Millionen bits/Sekunde liegen. Daran kann man erkennen, welch winziger Anteil an der Fülle aufgenommener Informationen, dem Tages- oder Wachbewusstsein zugeführt wird. Im Unbewussten werden dabei nicht nur eigene Erlebnisse gespeichert. Der Psychiater C. G. Jung ging zudem von einem kollektiven Unbewussten aus, in dem Erfahrungen der ganzen Menschheit als Urbilder, die Archetypen, gespeichert sind. Sie stellen eine Art von Muster im Gehirn dar, mit welchem dann eigene, individuelle Erfahrungen abgeglichen werden.

Bewusstheit wiedererlangen

Je bewusster und erwachter ein Mensch ist, in desto höherem Maße kann er seine Handlungen und Funktionen aktiv steuern. Auch gelingt ihm dann mit der Zeit der Zugang zu seinen eigenen inneren Bildern und Mustern. Sind diese problematisch, so kann er sie auflösen oder mit anderen, geeigneteren, überschreiben. Hiermit wird deutlich, dass Selbsthypnose und Hypnose wertvolle Methoden zur Entwicklung des Geistes sein können. Neben der Linderung psychischer und psychosomatischer Beschwerden können sie auch zur spirituellen Weiterentwicklung beitragen. Auch wenn die verwendeten Fachbegriffe etwas von der „spirituellen Terminologie“ abweichen, so bedeuten sie im Grunde dasselbe.

Die Wissenschaft macht jedoch Unterschiede

Wie kann es sein, dass Hypnose eine wissenschaftlich anerkannte Therapieform darstellt und andere spirituelle Themen in der Wissenschaftswelt größtenteils skeptisch gesehen werden?

In Deutschland hat der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie die Hypnotherapie 2006 für einzelne Anwendungsbereiche, etwa die Raucherentwöhnung und psychosomatische Beschwerden, als wissenschaftlich anerkannt. Viele spirituelle Erfahrungen lassen sich dagegen mit naturwissenschaftlichen Methoden nicht messen; manchmal spielen wohl auch Vorbehalte eine Rolle. Eine eingehende Beschäftigung mit spirituellen Themen könnte ja beim Betreffenden letztendlich das gesamte Weltbild verändern. Auch wird in der materiellen Wissenschaft stets der Versuch unternommen, alle unterbewussten Vorgänge als rein materielle Gehirnaktivitäten abzutun. Und das selbst in Fällen, wo solche Erklärungsversuche doch allzu konstruiert erscheinen. In nicht-materielle Bereiche mag man sich von Seiten der universitären Wissenschaft nicht hineinbegeben. Da wird unter anderem wohl auch die Ablehnung in den eigenen Fachkreisen befürchtet.

In Büchern über Hypnose kann man lesen, das Unbewusste verfolge wesensmäßige Lebensprinzipien. Es wisse quasi Bescheid über den Ist-Zustand des Menschen und seinen Lebensweg. Es heißt da auch, dass der bewusste Verstand mit seinen begrenzten Möglichkeiten, nicht dazu in der Lage sei, alles zu erfassen. Haben das spirituelle Menschen geschrieben?
Angesichts dieser Aussagen fragt man sich schon, was dieses Unterbewusste, aber auch das Bewusstsein selbst, in der Vorstellung vieler Wissenschaftler eigentlich ist? In der spirituellen Tradition wird das Bewusstsein als ein beseelt-sein oder auch als die unbegrenzte Wirklichkeit bezeichnet. Wäre unser Bewusstsein nur eine Funktion unseres Gehirns, wie könnte es dann über sich selbst reflektieren? Kann ich meine eigenen Gedanken beobachten und gleichzeitig nur meine Gedanken sein und nichts darüber hinaus? Kommt man da nicht unweigerlich an einen Punkt, an dem es keine „materialistische“ Erklärung mehr gibt?

Praxis der Selbsthypnose

Wie kann man die Selbsthypnose erlernen?

Diese Eigen-Therapieform sollte von einem erfahrenen Hypnotherapeuten erlernt werden. Meistens geschieht dies erst im Anschluss an die Behandlung durch den Therapeuten selbst. Der Klient bekommt dann bestimmte Techniken an die Hand, mit denen er sich fortan selbst hypnotisieren kann. Auch die sogenannte Wachhypnose  können Hilfesuchende von einem erfahrenen Therapeuten zur Anwendung bei sich selbst erlernen. Menschen, die einen guten Zugang zu ihrem Inneren besitzen, können die Selbsthypnose vielleicht auch durch das Studium geeigneter Bücher erlernen. Doch wird eher davon abgeraten, sie als alleinige Grundlage zum Erlernen der Selbsthypnose zu verwenden.

Übung: Der sichere innere Ort

Eine der bekanntesten Übungen der Selbsthypnose ist der „sichere Ort“. Viele schöne Varianten finden Sie zum Beispiel in dem Buch „Geführte Selbsthypnose“ von Beate Blumrich. Eine kurze Version zum Ausprobieren:

  1. Setzen oder legen Sie sich bequem hin und schließen Sie die Augen. Atmen Sie einige Male langsam ein und aus.
  2. Stellen Sie sich einen Ort vor, an dem Sie sich vollkommen sicher und geborgen fühlen – real oder erfunden: eine Waldlichtung, ein Strand, ein gemütliches Zimmer.
  3. Erkunden Sie den Ort mit allen Sinnen: Was sehen, hören, riechen und spüren Sie?
  4. Spüren Sie nach, wo in Ihrem Körper sich das Gefühl von Sicherheit zeigt – vielleicht als ruhiger Atem oder als Wärme im Bauch.
  5. Verknüpfen Sie den Ort mit einem Zeichen, etwa einem Wort oder einer kleinen Geste, mit dem Sie ihn später schnell wieder aufrufen können.
  6. Kehren Sie langsam zurück: tief atmen, Hände und Füße bewegen, die Augen öffnen.

Wer die Übung regelmäßig wiederholt, kann den sicheren Ort auch in belastenden Alltagssituationen innerlich aufsuchen. Sie können sich die Anleitung auch selbst aufnehmen und abspielen.

Die Kraft der inneren Helfer

Mit ähnlichen Übungen kann man seine inneren Helfer, Beschützer oder auch Kreativität und Weisheit aktivieren. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Gestärkt durch die aktivierten Ressourcen, werden dann die unbewussten Problemanteile angesehen und im glücklichen Fall auch gelöst. Möchte man sich selbst hypnotisieren und ist dabei noch nicht geübt, so wird dringend angeraten, sich neben dem Studium der geeigneten Literatur, von einem erfahrenen Therapeuten in die Materie einführen zu lassen.

Selbsthypnosetechniken nach Roberto Antela Martinez

Roberto Antela Martinez, ist der Begründer der sogenannten Selbstheilungstechnik. Bei seinen Techniken handelt es sich um energetische Methoden, die nach Angaben ihres Begründers in kurzer Zeit tiefgreifende Veränderungen anstoßen sollen. Sie richten sich an körperliche wie auch an emotionale und seelische Themen. Die SHT® umfasst Techniken für ganz unterschiedliche Anliegen. Hat man sie einmal gründlich erlernt, so eignen sie sich ideal zu Selbstanwendung. Die Selbstheilungstechniken lassen sich mit anderen Behandlungsformen gut kombinieren und schließen sie nicht aus. Auch seine Methoden zur Selbsthypnose sind sehr einfach zu erlernen.
Bei dieser Art von Selbsthypnose sind wir es selbst, die das Unterbewusstsein mit den positiven, stärkenden Affirmationen informieren. So sollen sich Blockaden, hinderliche innere Programme und Glaubenssätze lösen. Mit ihr können wir oft in wenigen Minuten in einen tiefen Trancezustand gelangen. Das gelingt uns hier bei weitem schneller als mit anderen Meditationstechniken oder dem Autogenen Training.

Nach meiner Ausbildung zum SHT®-Mastercoach kommt die Selbsthypnose nach Martinez auch in meiner Praxis zur Anwendung.

Häufige Fragen zur Selbsthypnose

Kann man sich wirklich selbst hypnotisieren?

Ja. Jeder Mensch erlebt im Alltag tranceähnliche Zustände, etwa beim Tagträumen. Mit etwas Übung lässt sich ein solcher Zustand gezielt herbeiführen und für positive Veränderungen nutzen.

Ist Selbsthypnose gefährlich?

Für gesunde Menschen ist sie in der Regel unbedenklich, da man jederzeit die Kontrolle behält und die Trance von selbst endet. Belastende Erinnerungen sollten Sie jedoch nicht allein bearbeiten.

Für wen ist Selbsthypnose nicht geeignet?

Menschen mit Psychosen, schweren Depressionen, dissoziativen Störungen oder Epilepsie sollten vorher ärztlich oder psychotherapeutisch Rücksprache halten.

Was ist der Unterschied zwischen Selbsthypnose und Meditation?

Beide führen in einen ruhigen, nach innen gerichteten Zustand. Meditation zielt meist auf absichtsloses Gewahrsein, Selbsthypnose arbeitet gezielt mit Bildern und Suggestionen, um etwas zu verändern.

Wie schnell wirkt Selbsthypnose?

Entspannung spüren viele schon beim ersten Mal. Tiefere Veränderungen brauchen regelmäßige Übung über Wochen. Mehr über die Methode lesen Sie im Beitrag über Hypnose und Hypnotherapie.

Inhalt

Die Autorin

Dr. Susanne Braun

Dr. Susanne Braun

Ich bin promovierte Naturwissenschaftlerin, seit über 20 Jahren praktizierende Homöopathin und ebenso lange mit spirituellen Themen beschäftigt. 

Das Buch von Dr. Susanne Braun

Der spirituelle Weg zur Liebe

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