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Die Selbsthypnose ist eine Therapie, die unbewusste seelische Kräfte positiv beeinflusst. Dadurch kann man auf äußerst angenehme Weise, ganz ohne medikamentöse Behandlung, von seinen Beschwerden befreit werden.

Wie arbeitet die Selbsthypnose?

Hypnotische Rituale und Techniken sind schon seit tausenden von Jahren und in fast allen Kulturen angewandt worden. Eine Spezialform stellt dabei die Selbsthypnose dar. Die Selbsthypnose ist eine Methode, mit welcher man sich seinen eigenen Problemen und Blockaden stellen und diese aktiv auflösen kann. Das kann zu einer aufregenden Reise in fantastische inneren Seelenlandschaften werden. Man lernt durch spezielle Selbsthypnose-Übungen, mit seinem eigenen Unterbewussten zu kommunizieren. Auch kann hiermit eine konstruktive Kommunikation mit den eigenen Persönlichkeitsanteilen erlernt werden. Dazu bekommt man einen Einblick in die Art und Weise, wie unsere Psyche funktioniert. Mit dieser Methode kann es auch gelingen, unsere eigene Selbstwahrnehmung zu stärken. Letztendlich sollen wir wieder zu unserer eigenen Ganzheit zurückfinden können.

Kein Kontrollverlust

Anders als es bei der herkömmlichen Hypnose zuweilen der Fall ist, braucht hier das eigene Selbst keinen Kontrollverlust zu fürchten. Denn durch unsere Fähigkeit, unsere Gedanken zu beobachten, kann die Kontrolle über das Geschehen stets gewahrt werden. Auch gibt es hier keinen direktiv arbeitenden Therapeuten, der mit seinen Anordnungen ans Unterbewusstsein eigene Lösungsvorstellungen in den Vordergrund rückt. Kein anderer Mensch als der Hypnotisierte selbst kann wissen, was er zur Lösung seines Problems benötigt. Letzten Endes ist Hypnose immer auch Selbsthypnose.

Der Trancezustand

Auch während der Selbsthypnose befindet man sich in einem Trancezustand. In diesem veränderten Bewusstseinszustand werden die Begrenzungen unserer Alltagsrealität weitgehend aufgehoben. Man kann dabei in einem tief entspannten Zustand seinen Fokus hochkonzentriert auf das verursachende Problem ausrichten. Auch ist der logisch-reflektierende Verstand in der Trance ausgeschaltet, was für die Problembewältigung äußerst hilfreich ist. Wir sind in der Hypnose immer in einem Zustand, in welchem wir mehr fühlen als denken. Das Denken tritt dabei in den Hintergrund und das Fühlen in den Vordergrund.

In diesem Trancezustand taucht dann der ungelöste innere Konflikt oder die traumatische Erfahrung als ein oft furchterregendes Symbol in Erscheinung. Denn das archetypische menschliche Wissen und unser Unbewusstes kann sich im Trancezustand auch über innere Landschaften und Symbole ausdrücken. Den Angst-machenden Erscheinungen kann dann mit hilfreichen inneren Persönlichkeitsanteilen bzw. Ressourcen begegnet werden. Auf diese Weise können sie befriedet und transformiert werden.

Innere Ressourcen wieder freilegen

Sowohl bei der selbstorganisatorischen Hypnotherapie, die im allgemeinen Artikel über Hypnose kurz vorgestellt wurde, als auch in der Selbsthypnose wird mit diesen hilfreichen inneren Ressourcen gearbeitet. Jeder Mensch besitzt eine ganze Menge positiver Persönlichkeitsanteile. Solche Anteile sind beispielsweise Kreativität, Weisheit, Mut oder Fürsorge. Diese sind archetypische menschliche Wesenseigenschaften, also Eigenschaften, die im Verlauf der Menschheitsentwicklung herangereift oder vielleicht auch immer schon vorhanden sind. Sie gehören also im Grunde zu jedem Menschen, sind uns jedoch oft nicht bewusst. Es gilt nun, im Unterbewusstsein verschüttete, innere Ressourcen durch die Selbsthypnose wieder zugänglich zu machen.

Somit können sie uns dabei helfen, den problemverursachenden Anteilen im Inneren auf liebevolle Weise zu begegnen. Und letztlich können diese Problemelemente wieder in hilfreiche und stärkende Anteile transformiert werden. Das kann auch mit Persönlichkeitsanteilen geschehen, die durch Abspaltungsprozesse aufgrund von traumatischen Erfahrungen entstanden sind. Auch leidvolle Erfahrungen aus der Kindheit können auf diese Weise im Nachhinein geheilt und transformiert werden.
Der innere Teil, welcher in der Lage ist, sich all dieser Anteile bewusst zu werden, ist unser wahres, reflektierendes Selbst. Letzteres ist unser innerster Wesenskern, unser göttlicher Funke, der vollkommen frei von jeglichen Belastungen oder Begrenzungen ist.

Selbsthypnose durch aktive Entspannung und Affirmationen

Das Ausüben von Entspannungsübungen, wie autogenes Training oder ähnliche Methoden, ist im Grunde auch schon eine Form der Selbsthypnose. Ebenso sind das manche geführte Meditationen. Die Anwendung eigener Affirmationen und Subliminals ist ebenso eine Art, wie man Selbsthypnose ausüben kann. Dabei können die selbst-stärkenden Sätze direkt auf unser Unterbewusstsein Einfluss nehmen.

Das Unbewusste

Definition des Unbewussten

Was ist dann das Unbewusste oder das Unterbewusste?
Obwohl der berühmte Psychoanalytiker, Sigmund Freud, eine subtile Unterscheidung zwischen diesen beiden Begriffen machte, werden sie im Alltagsverständnis synonym verwendet. Und das werden sie demnach auch in diesem Text. Tiefenpsychologisch bezeichnet das Unbewusste einen Bereich der menschlichen Psyche, der dem Bewusstsein nicht direkt zugänglich ist. Dennoch liegt das Unbewusste dem Bewusstsein zugrunde. Es ist ein großer, kluger Teil in uns Menschen. Einfacher gesagt bezeichnet das Unbewusste eben alles, was uns nicht bewusst ist. Dennoch werden unsere Handlungen und ebenso die biologischen Funktionen unseres Körpers durch das Unterbewusstsein mit bestimmt.

Im Gehirn werden hauptsächlich unbewusste Informationen verarbeitet

Die moderne Hirnforschung hat herausgefunden, dass bewusste Informationen im Gehirn mit einer Kapazität von circa fünfzig bit/Sekunde verarbeitet werden. Die Kapazität für unbewusste Prozesse würde hingegen in Bereichen von mehreren Millionen bits/Sekunde liegen. Daran kann man erkennen, welch winziger Anteil an der Fülle aufgenommener Informationen, dem Tages- oder Wachbewusstsein zugeführt wird. Im Unbewussten werden dabei nicht nur eigene Erlebnisse gespeichert. Auch Ereignisse in der eigenen Familie, Erfahrungen vieler Ahnengenerationen und auch diejenigen der gesamten Menschheitsgeschichte werden dabei im Unterbewusstsein verwahrt. Sie stellen eine Art von Muster im Gehirn dar, mit welchem dann eigene, individuelle Erfahrungen abgeglichen werden.

Bewusstheit wiedererlangen

Je bewusster und erwachter ein Mensch ist, in desto höherem Maße kann er seine Handlungen und Funktionen aktiv steuern. Auch gelingt ihm dann mit der Zeit der Zugang zu seinen eigenen inneren Bildern und Mustern. Sind diese problematisch, so kann er sie auflösen oder mit anderen, geeigneteren, überschreiben. Hiermit wird deutlich, dass Selbsthypnose und auch Hypnose im Allgemeinen äußerst effektive Methoden zur Entwicklung des Geistes sind. Somit können sie, neben der Heilung von psychischen oder körperlichen Beschwerden, auch zur spirituellen Weiterentwicklung beitragen. Auch wenn die verwendeten Fachbegriffe etwas von der “spirituellen Terminologie” abweichen, so bedeuten sie im Grunde dasselbe.

Die Wissenschaft macht jedoch Unterschiede

Wie kann es sein, dass Hypnose eine wissenschaftlich anerkannte Therapieform darstellt und andere spirituelle Themen in der Wissenschaftswelt größtenteils abgelehnt, wenn nicht sogar verteufelt werden?

Die Ursache dafür ist wohl in erster Linie Unkenntnis, die jedoch hauptsächlich durch klare Vorurteile motiviert wird. Eine eingehende Beschäftigung mit spirituellen Themen könnte ja beim Betreffenden letztendlich das gesamte Weltbild verändern. Auch wird in der materiellen Wissenschaft stets der Versuch unternommen, alle unterbewussten Vorgänge als rein materielle Gehirnaktivitäten abzutun. Und das selbst in Fällen, wo solche Erklärungsversuche doch allzu konstruiert erscheinen. In nicht-materielle Bereiche mag man sich von Seiten der universitären Wissenschaft nicht hineinbegeben. Da wird unter anderem wohl auch die Ablehnung in den eigenen Fachkreisen befürchtet.

In Büchern über Hypnose kann man lesen, das Unbewusste verfolge wesensmäßige Lebensprinzipien. Es wisse quasi Bescheid über den Ist-Zustand des Menschen und seinen Lebensweg. Es heißt da auch, dass der bewusste Verstand mit seinen begrenzten Möglichkeiten, nicht dazu in der Lage sei, alles zu erfassen. Haben das spirituelle Menschen geschrieben?
Angesichts dieser Aussagen fragt man sich schon, was dieses Unterbewusste, aber auch das Bewusstsein selbst, in der Vorstellung vieler Wissenschaftler eigentlich ist? In der spirituellen Tradition wird das Bewusstsein als ein beseelt-sein oder auch als die unbegrenzte Wirklichkeit bezeichnet. Wäre unser Bewusstsein nur eine Funktion unseres Gehirns, wie könnte es dann über sich selbst reflektieren? Kann ich meine eigenen Gedanken beobachten und gleichzeitig nur meine Gedanken sein und nichts darüber hinaus? Kommt man da nicht unweigerlich an einen Punkt, an dem es keine “materialistische” Erklärung mehr gibt?

Praxis der Selbsthypnose

Wie kann man die Selbsthypnose erlernen?

Diese Eigen-Therapieform sollte von einem erfahrenen Hypnotherapeuten erlernt werden. Meistens geschieht dies erst im Anschluss an die Behandlung durch den Therapeuten selbst. Der Klient bekommt dann bestimmte Techniken an die Hand, mit denen er sich fortan selbst hypnotisieren kann. Auch die sogenannte Wachhypnose  können Hilfesuchende von einem erfahrenen Therapeuten zur Anwendung bei sich selbst erlernen. Menschen, die einen guten Zugang zu ihrem Inneren besitzen, können die Selbsthypnose vielleicht auch durch das Studium geeigneter Bücher erlernen. Doch wird eher davon abgeraten, sie als alleinige Grundlage zum Erlernen der Selbsthypnose zu verwenden.

Beispiel einer geführten Selbsthypnose

An dieser Stelle soll ein Beispiel für eine geführte Selbsthypnose aufgezeigt werden. Hier handelt es sich um eine von Beate Blumrich in ihrem Buch mit dem Titel “Geführte Selbsthypnose“, vorgestellte Übung. Hierbei soll eine unserer inneren Ressourcen in Form des “Sicheren Wohlfühlortes” aktiviert werden. Es handelt sich dabei um den eigenen geschützten Raum im Inneren, der niemandem außer einem selbst gehört.
Im Folgenden wird der genaue Wortlaut, mit wenigen Anmerkungen in Klammern, wiedergegeben:

“Nimm eine entspannte Haltung ein… Schaue schräg vor dich auf den Boden oder schließe die Augen… nehme dir einen Moment Zeit für deine Zielvorstellung (das, was mit dieser Übung erreicht werden soll oder ein allgemeines Lebensziel)… Tauche mit allen Sinnen ein und genieße das gute Gefühl, dein Ziel erreicht zu haben… Bitte nun dein Unbewusstes um Unterstützung für diese Übung .. Während die Gedanken vielleicht schon beschäftigt sind mit deinem sicheren Ort, kann deine Fantasie sich dazugesellen. Wie das wohl wäre, sich einmal rundum sicher und geborgen zu fühlen? … In der Realität deiner Vorstellung, absolut geschützt, wohlig und gut. Wie dieser Ort wohl für dich beschaffen sein muss? … Vielleicht weit weg vom Alltag und allen Dingen? … Wie ein Adlerhorst hoch oben auf einem sicheren Felsenvorsprung, während die Adler auf dich achtgeben? … Oder befindet sich dein sicherer Ort in einem freundlichen Haus mit dicken Mauern, umgeben von einem Zauberschutzschild? … Vielleicht ist es auch eine sonnige Waldlichtung, darüber eine schützende Lichtkuppel… Eine ruhige Insel im Meer, ein Platz im Herzen eines Regenbogens… Oder gar ein Ort auf einem anderen Planeten… Gibt es eine Farbe deines sicheren Gefühls ? … Einen Klang? … Einen Duft? … Richte deine Aufmerksamkeit nun auf deine Körperempfindungen (Die Gefühle spielen bei der Selbsthypnose eine entscheidende Rolle). Wie spürst du im Körper, dass du dich sicher und geborgen fühlst? … Vielleicht kannst du befreit atmen? … Oder du fühlst, wie dein Herzschlag ruhiger, etwas in dir weiter wird, die Muskeln sich entspannen können… Fühle wie weit deine Schutzzone, dein unsichtbarer Schutzschild um dich herum sein muss… Reichen ein paar Zentimeter, wie eine schützende zweite Zauberhaut, an der alles Schädliche abprallt? … Oder brauchst du einen große, weiten Raum der Sicherheit um dich herum?.. Lege einen schützenden Zauber um diese Grenze, um sie zu festigen… Lass freundliche Wächter und Beschützer oder eine Horde Schutztiere Patrouille darum laufen oder fliegen… Teste Festigkeit und Sicherheit der Schutzhülle, jetzt, in der Realität deiner Vorstellung… Alles Schädliche fließt an der Außenhaut deiner Schutzzone herunter, perlt ab, zerplatzt wie Seifenblasen oder prallt zurück, dorthin, von wo es ausgesandt wurde… In deinem geschützten Raum bist du sicher vor allem und jedem. Deinen sicheren Ort hast du immer bei dir.. Du kannst ihn anziehen, wann immer du das brauchst, so, wie du einen Pullover überstreifst… Ein schützender Klang, eine schützende Farbe oder der Duft deines sicheren Ortes kann dich einhüllen… Auch im Alltag, in einer belastenden Situation, kannst du deine Grenzen nach außen und innen sichern, indem du an deinen sicheren Ort gehst… Unsichtbar für alle um dich herum, lässt du alles Schädliche an der Schutzhülle abprallen… Während deine akustischen Ohren hören, bleiben die emotionalen Ohren geschützt… Ebenso wie deine emotionalen Augen und dein emotionaler Körper immer geschützt bleiben an deinem sicheren Inneren Ort… Und weil das so ist, du deinen sicheren Ort immer bei dir hast, in der Realität deiner Vorstellung, kannst du diese Übung nun beenden… In deinem Tempo… Danke deinem Unbewussten für die Unterstützung… Nimm ein paar tiefere Atemzüge… Bringe wieder Bewegung in deinen Körper… Orientiere
dich in deinen Alltag zurück… Und öffne deine Augen.”

Eine solche oder ähnliche Selbsthypnose-Übungen kann man sich vortragen lassen oder Audioaufnahmen davon abspielen.

Innere Helfer können heilen

Mit ähnlichen Übungen kann man seine inneren Helfer, Beschützer oder auch Kreativität und Weisheit aktivieren. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Gestärkt durch die aktivierten Ressourcen, werden dann die unbewussten Problemanteile angesehen und im glücklichen Fall auch geheilt. Möchte man sich selbst hypnotisieren und ist dabei noch nicht geübt, so wird dringend angeraten, sich neben dem Studium der geeigneten Literatur, von einem erfahrenen Therapeuten in die Materie einführen zu lassen.

Selbsthypnose
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